Homo- und Bisexualität wird totgeschwiegen
publiziert: Samstag, 17. Mai 2008 / 13:40 Uhr

Bern - Schweizer Schwule und Lesben kritisieren, dass das Thema Homo- und Bisexualität im Schulunterricht kaum zur Sprache kommt. Zum internationalen Tag gegen Homophobie fordern die drei Dachverbände Pink Cross, LOS und FELS ein Umdenken.

Entsprechende Lehrmittel sollen das Verständnis der Schüler verbessern.
Entsprechende Lehrmittel sollen das Verständnis der Schüler verbessern.
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An einer Tagung in Bern wurde ein Musterlehrplan vorgestellt, der aufzeigt, wie die sexuelle Orientierung inklusive Homo- und Bisexualität von der Unterstufe an in den Unterricht eingebaut werden könnte.

Damit soll die Toleranz und das Verständnis der heranwachsenden Generation verbessert werden.

Gemäss einer Analyse seien die entsprechenden Lehrmittel für alle Schulstufen vorhanden, teilten die Schwulenorganisation Pink Cross, die Lesbenorganisation Schweiz (LOS) und die Vereinigung Freundinnen, Freunde, Eltern von Lesben und Schwulen (FELS) mit.

(rr/sda)

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Soviel wie möglich oder nur das Nötige?
Die Diskussion ist schwierig, weil es letztlich darum geht, wieviel und was in die Schulbücher gehört: in der Erdgeschichte neben den wissenschaftlich anerkannten Theorien wie Urknall, Darwin, Evolution auch die Genesis, das Intelligent Design, die Schöpfungsmythen der Osterinseln oder Indianer? Was ist mit dem ganzen Götterhimmel der Hindus? Und in der Humanbiologie dann analog das gesamte Spektrum von hetero (was pädagogisch schon komplex genug ist) über homo, lesbo, bi, tri, Kamasutra und Tantrismus, S&M bis - wohin? Man soll die Homosexualität (beider Geschlechtern) nicht totschweigen, sie aber auch nicht als Alternative oder Variante zur "Norm" präsentieren, sondern eben als sexuelle Orientierung einer Minderheit, was sie de facto ja ist.
 
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