«Homosexualität ist eine schwere Sünde»
publiziert: Samstag, 10. Nov 2007 / 12:33 Uhr

Vaduz - Der Vaduzer Erzbischof Wolfgang Haas kritisiert das in Liechtenstein geplante Partnerschaftsgesetz scharf. Homosexualität sei eine Sünde, deren Anerkennung ein Skandal, sagte der konservative Oberhirte des Fürstentums in einem Zeitungsinterview.

Erzbischof Wolfgang Haas sogar in der Kirche als äusserst konservativ.
Erzbischof Wolfgang Haas sogar in der Kirche als äusserst konservativ.
Die im Oktober vom Liechtensteiner Parlament an die Regierung überwiesene Motion zur Anerkennung gleichgeschlechtlicher Paare könne er «niemals gutheissen», erklärte der Vaduzer Erzbischof in einem in der Tageszeitung «Liechtensteiner Vaterland» veröffentlichten Interview.

Gleichgeschlechtliche Paarbeziehungen widersprechen laut Haas «sowohl der Schöpfungs- als auch der Erlösungsordnung».

«Praktizierte Homosexualität ist objektiv eine schwere Sünde, deren rechtliche Anerkennung geradezu einen Skandal darstellen würde», sagte der Erzbischof.

«Nicht dem internationalen Druck beugen»

Den Entscheidungsträgern in Liechtenstein sei nur zu wünschen, «dass sie dem weitverbreiteten Trend in anderen Ländern nicht erliegen und sich nicht dem internationalen Druck beugen».

Pointiert nimmt Haas weiter Stellung zum Dialog mit anderen Religionsgemeinschaften.

Einen «verstorbenen Mitbruder im Bischofsamt» zitierend, sagte Haas: «Der einzige aufrichtige ökumenische Dialog ist der Konvertitenunterricht.»

Zum Islam sagt der Erzbischof: «Er ist eigentlich eine zutiefst politische Religion, was es für unseren Staat nicht leicht macht, einen Dialog zu führen, welcher der pluralen gesellschaftlichen Wirklichkeit gerecht wird.»

Unerwartete Entscheidung

Haas, zuvor umstrittener Bischof von Chur, wirkt seit zehn Jahren in Liechtenstein.

Das Erzbistum Vaduz wurde am 2. Dezember 1997 überraschend vom damaligen Papst errichtet und Liechtenstein vom Bistum Chur abgetrennt.

Auch für ihn, so Haas, sei die Errichtung der Erzdiözese eine «unerwartet päpstliche Entscheidung» gewesen, die er jedoch «gehorsam und bereitwillig» angenommen habe.

(rr/sda)

.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Den Besuchern wurden neben den Ausstellungen auch Ateliers, Erzählungen und Kalligraphie-Kurse geboten.
Den Besuchern wurden neben den ...
In La Chaux-de-Fonds  La Chaux-de-Fonds - Das Museum für Kulturen des Islam in La Chaux-de-Fonds NE ist am Wochenende eröffnet worden. Den Besuchern wurden neben den Ausstellungen auch zahlreiche Treffen, Ateliers, Erzählungen, Kalligraphie-Kurse und Tanzvorführungen geboten. mehr lesen 
Papst Franziskus traf Flüchtlingskinder. (Archivbild)
Treffen mit Kindern  Vatikanstadt - Papst Franziskus hat sich ... mehr lesen  
Mekka-Wallfahrt  Riad - Saudi-Arabien und der Iran sind weiter uneins über die Bedingungen, unter denen Iraner an der diesjährigen Mekka-Pilgerfahrt Hadsch ... mehr lesen  
Die Beziehungen zwischen den beiden rivalisierenden islamischen Ländern sind auf einem Tiefpunkt. (Archivbild)
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mo Di
Zürich 11°C 21°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt trüb und nass
Basel 11°C 22°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt trüb und nass
St. Gallen 10°C 18°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen trüb und nass
Bern 10°C 20°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt trüb und nass
Luzern 12°C 20°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen trüb und nass
Genf 11°C 21°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich stark bewölkt, Regen
Lugano 12°C 21°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft gewitterhaft
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten