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Homosexuelle kämpfen für volle Akzeptanz
publiziert: Samstag, 10. Jun 2006 / 16:08 Uhr / aktualisiert: Samstag, 10. Jun 2006 / 16:24 Uhr

Zürich - Volle gesellschaftliche Akzeptanz von Homosexuellen haben in Zürich die Teilnehmenden am Christopher Street Day 06 gefordert.

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Für das Fest auf dem Turbinenplatz werden deutlich über 5000 Leute erwartet.
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Dies sei der nächste Schritt, nachdem die rechtliche Gleichstellung (beinahe) erreicht sei. Der politische Beginn des Christopher Street Day (CSD) vermochte zwar bloss ein paar Hundert interessierte Schwule und Lesben anzuziehen. Bis zum Aufbruch der Parade aber drängten sich auf dem Helvetiaplatz nach Schätzung der Organisatoren 4000 bis 5000 Menschen. Für das Fest auf dem Turbinenplatz in Zürich West wurden deutlich mehr Leute erwartet.

Die Winterthurer SP-Nationalrätin Chantal Galladé und Fritz Lehre, der Präsident der Organisation Freundinnen, Freunde und Eltern von Lesben und Schwulen, betonten, wie wichtig es sei, dass das Thema Homosexualität in der Schule besprochen werde. Das Thema des diesjährigen CSD lautete denn auch doppeldeutig «Akzeptanz macht Schule».

Eltern und Schulen gefordert

Das vor einem Jahr angenommene Partnerschaftsgesetz sei die rechtliche Grundlage zu einem weiteren notwendigen Ziel, sagte Lehre: Der vollen gesellschaftlichen Akzeptanz. Hier seien in erster Linie Eltern und Schulen gefordert.

Es dürfe nicht sein, dass Jugendliche sich fürchteten, ihren Eltern zu sagen, dass sie sich zum gleichen Geschlecht hingezogen fühlten.

Frey als Schwulen-Experte

Unter dem Jubel der Anwesenden erläuterte schliesslich der Kabarettist Patrick Frey als Schwulen-Experte Dr. Stolte-Benrath seine Kenntnisse zum Thema. Und nachdem Mitglieder der schwul- lesbischen Mitelschul-Organisation «Hallo Welt» ein Band durchschnitten hatten, brach die Menge zur CSD-Parade durch die Innenstadt auf.

Im Gegensatz zu früheren Jahren waren schrille Kostüme auf dem Helvetiaplatz nur sehr vereinzelt zu sehen. Die allermeisten kamen in ganz gewöhnlichen Alltagskleidern. Laut Mit-Organisator Mark Chapman kann dies durchaus als Zeichen dafür interpretiert werden, dass Homosexualität zumindest hier zu Lande immer selbstverständlicher und alltäglicher wird.

(ht/sda)

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