Hongkonger Journalist wegen Spionage verurteilt
publiziert: Donnerstag, 31. Aug 2006 / 17:23 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 31. Aug 2006 / 23:11 Uhr

Peking - Ein Hongkonger Journalist ist in China wegen Spionage für Taiwan zu einer fünfjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Das Gericht in Peking befand den 56-jährigen Ching Cheong bereits am 15. August für schuldig.

Der von Peking eingesetzte Verwaltungschef von Hong Kong, Donald Tsang.
Der von Peking eingesetzte Verwaltungschef von Hong Kong, Donald Tsang.
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Dies meldete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua. Ching arbeitete als China-Korrespondent für die in Singapur erscheinende Zeitung «The Straits Times».

Das Urteil gegen Ching ist das zweite Urteil innerhalb einer Woche gegen Journalisten ausländischer Medien in China. Vergangenen Freitag hatte das selbe Gericht einen chinesischen Mitarbeiter der «New York Times» zu drei Jahren Haft verurteilt.

Nach Angaben von James Lung, Koordinator einer Allianz zur Rettung Chings, ordnete das Gericht auch die Beschlagnahme von Besitz im Wert von umgerechnet 29 000 Euro (45 700 Franken) an.

Ching war im April 2005 in Kanton festgenommen und vier Monate später der Spionage angeklagt worden. Laut Anklage soll er von 2000 bis 2005 vertrauliche und streng geheime Informationen in China gesammelt und an Taiwan weitergegeben haben.

Zugriff auf geheime Manuskripte?

Chings Familie liess über einen Journalistenverband erklären, die Anschuldigungen hätten keine Grundlage und seien unfair. Seine Frau hatte nach der Festnahme ihres Mannes die Vermutung geäussert, diese stehe mit dessen Recherchen zum kommunistischen Reformer Zhao Ziyang in Verbindung.

Dieser war nach der Niederschlagung der Studentenproteste am Tiananmen-Platz 1989 in Ungnade gefallen. Nach ihren Angaben versuchte Ching, Zugriff auf Manuskripte geheim gehaltener Gespräche mit Zhao zu bekommen.

Der von Peking eingesetzte Verwaltungschef von Hong Kong, Donald Tsang, erklärte, er sei gegen die Verurteilung machtlos. Tsang war von Unterstützern des verurteilten Journalisten kritisiert worden, sich für Ching nicht ausreichend eingesetzt zu haben.

Die chinesische Regierung hatte die Angelegenheit im Juni nur kurz kommentiert. Dabei warnte sie ausländische Journalisten davor, «gegen Gesetze und Regeln zu verstossen».

(bert/sda)

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