Hotelliers sind frustriert
publiziert: Donnerstag, 27. Mrz 2003 / 11:35 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 27. Mrz 2003 / 11:52 Uhr

Neuenburg - Immer weniger Ausländer verbringen ihre Ferien in der Schweiz. Die Zahl der Übernachtungen ist im Februar erneut eingebrochen.

Elite Hotel in Lausanne.
Elite Hotel in Lausanne.
Dagegen veranlasste das gute Wetter mehr Schweizer und Schweizerinnen zu Reisen im Inland. Die Zahl der Logiernächte sank im Februar gegenüber dem Vorjahr um 3,8 Prozent auf 2,87 Millionen.

Das Ergebnis liegt 2,3 Prozent unter dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) mitteilte.

Flaue Konjunktur

Die Schweizer Hotelbetriebe leiden unter der flauen Konjunktur, dem starken Franken und der allgemeinen Reise-Unlust als Folge der weltpolitischen Unsicherheiten. Gemäss BFS-Zahlen waren erneut die fehlenden Gäste aus dem Ausland für den Rückgang verantwortlich.

Die Zahl der Übernachtungen von ausländischen Gästen sank um insgesamt 6,7 Prozent auf 1,53 Millionen. Der Einbruch ist vor allem den Gästen aus Europa zuzuschreiben. Hier wurde ein Minus von 7,5 Prozent verzeichnet.

2,5 Prozent weniger in Europa

Die Zahl der Logiernächte von Gästen von ausserhalb Europas sank um insgesamt 2,5 Prozent. Die aus Sicht der Schweizer Hotellerie wichtigsten Herkunftsländer USA und Japan verzeichneten Rückgänge von 2,9 und 6,9 Prozent.

Die aufstrebenden asiatischen Märkte lagen leicht im Plus. Besonders hervor stachen Korea mit 38 Prozent, die Golfstaaten mit 17 Prozent und in einem geringerem Ausmass China mit 9,4 Prozent.

Während die ausländischen Gäste im Februar ausblieben, genossen die Schweizerinnen und Schweizer den Sonnenschein und die guten Schneeverhältnisse im eigenen Land.

Zwar stagnierte die Zahl der Übernachtungen. Hingegen wurden 7,9 Prozent mehr Ankünfte gezählt. Daraus schliesst das Bundesamt für Statistik, dass die Schweizer zahlreicher, jedoch für eine kürzere Zeit auf Reisen gingen.

(bsk/sda)

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