'Hunderte Tote Schweizer'
publiziert: Dienstag, 4. Jan 2005 / 19:26 Uhr

Für Bundespräsident Samuel Schmid wird es zur traurigen Gewissheit: Bei der Flutkatastrophe in Südasien haben einige hundert Schweizerinnen und Schweizer ihr Leben verloren. Dies sagte Schmid vor den Medien in Bern.

Samuel Schmid hatte heute die schwierige Aufgabe, die Bevölkerung zu informieren.
Samuel Schmid hatte heute die schwierige Aufgabe, die Bevölkerung zu informieren.
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Immer noch werden rund 500 Personen vermisst. Bei rund 100 dieser Vermissten geht man auf Grund der Umstände davon aus, dass sie nicht mehr am Leben sind. Bei weiteren 400 fehlt gemäss Botschafter Peter Sutter jede Nachricht. Bei vielen müsse man wohl mit dem Schlimmsten rechnen.

Bisher konnten 23 Schweizer Opfer identifiziert werden. Gemäss Sutter dürfte sich diese Zahl in nächster Zeit kaum ändern, da die Identifikation 10 Tage nach dem Beben nur noch mit Hilfe der Gerichtsmedizin möglich ist.

Derweil setzte Aussenministerin Micheline Calmy-Rey ihre Asien-Reise in Sri Lanka fort. Nach dem Seebeben konzentriert die Schweiz ihre Hilfe in Sri Lanka auf den Wiederaufbau von Schulen. Dies erklärte Bundesrätin Calmy-Rey während ihres Besuches auf der schwer getroffenen Insel.

Engagement in Bern

Bern engagiere sich beim Wiederaufbau von zehn Schulen, sagte Calmy-Rey gegenüber dem Westschweizer Radio RSR. Zuvor hatte die Aussenministerin mit Behörden der Region die Bedürfnisse erörtert. Die Schweiz werde auch der lokalen Wirtschaft unter die Arme greifen, fügte die Bundesrätin an.

Ähnliche Hilfe lässt die Schweiz auch Thailand zukommen, wie sie am Vortag von dort aus erklärt hatte. Dabei kündigte Calmy-Rey die finanzielle Hilfe in der Höhe von 2,5 Mio. Franken beim Wiederaufbau eines zerstörten Dorfes an.

Erste US-Soldaten in Sri Lanka

Unterdessen sind erste US-Soldaten in Sri Lanka eingetroffen. Ein US-Voraustrupp besuchte nach Angaben der Marine Sri Lankas die besonders schwer betroffene Stadt Galle. Dort wurde in den nächsten Tagen auch ein Helikopter-Träger der US-Marine erwartet. In Sri Lanka sind nach jüngsten Regierungsangaben rund 30 000 Menschen getötet worden.

Die Solidarität mit den Opfern des Seebebens im Indischen Ozean ist weiterhin beispielslos. Die Glückskette hat bis am Mittag 44,5 Mio. Franken gesammelt. Dies teilte Roland Jeanneret, Kommunikationsleiter der Glückskette, mit.

Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) hat derweil nach aussergewöhnlichen Erfolg ihres Appells die Spendensammlung gestoppt. Weltweit sind in den 18 MSF-Sektionen mehr als 60 Mio. Franken eingegangen.

(rr/Si)

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