Hunderttausende demonstrieren in den USA
publiziert: Sonntag, 26. Mrz 2006 / 17:47 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 28. Mrz 2006 / 00:01 Uhr

Washington - In den USA ist es am Wochenende erneut zu Massenprotesten gegen Pläne zur Verschärfung der Einwanderungsgesetze gekommen.

Viele Demonstranten, wie hier in Los Angeles,  hatten die mexikanische Fahne dabei.
Viele Demonstranten, wie hier in Los Angeles, hatten die mexikanische Fahne dabei.
10 Meldungen im Zusammenhang
In Los Angeles versammelten sich gegen 500 000 Menschen vor dem Rathaus. Viele trugen rot und grün, die Farben der mexikanischen Fahne. Die meisten Reden wurden auf Spanisch gehalten und warnten vor Gesetzen, die die Lage der geschätzten zwölf Millionen illegal in den USA lebenden Menschen verschlimmern könnten.

Am Freitag waren bis zu 15 000 Demonstranten in Phoenix auf die Strasse gegangen. In Chicago waren es Anfang März etwa 75 000 bis 100 000 Menschen.

Mehrere Gesetzesentwürfe

Mehrere Kongressabgeordnete haben Gesetzentwürfe vorgelegt oder angekündigt, mit denen die illegale Einwanderung insbesondere aus Mexiko eingedämmt werden soll.

Zudem soll der Status der in den USA lebenden Menschen ohne Aufenthaltsgenehmigung neu geregelt werden. Das Repräsentantenhaus hat bereits einen Entwurf verabschiedet mit dem sich der Senat in der kommenden Woche befassen soll.

Weiter wirbt Präsident George W. Bush für ein eigenes Programm für Gastarbeiter. Viele Mitglieder seiner Republikanischen Partei sehen dieses jedoch als eine versteckte Amnestie für illegal Eingewanderte und wollen stattdessen den Grenzschutz verstärken. In den USA gibt es weder ein Einwohnermeldeamt noch Personalausweise.

Kongresswahlen im November

Die Einwanderer-Frage stellt wenige Monate vor den Kongresswahlen besonders für die Republikaner eine Zwickmühle dar. Das Gastarbeiterprogramm könnte ihnen in Bundesstaaten wie Arizona, New Mexico und Florida wichtige Stimmen der Wähler aus dem spanisch-mexikanischen Kulturkreis - den Hispanics - sichern.

Dagegen sehen sich besonders einige konservative Republikaner mit wütenden Wählern konfrontiert, die die illegale Einwanderung als eine Belastung für Schulen und das Gesundheitssystem sehen. Im November werden das gesamte Repräsentantenhaus und ein Drittel des Senats neu gewählt. Die Republikaner haben gegenwärtig in beiden Kammern eine Mehrheit.

(Aarthi Svaraman/Reuters)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
Washington - US-Präsident George ... mehr lesen
George W. Bush will die Grenzen sicherer machen.
Vicente Fox sieht mit Unbehagen Nationalgardisten an der mexikanischen Grenze.
Washington - In der Debatte um die ... mehr lesen
Landesweit finden Demonstrationen statt.
Washington - In den USA haben mehr ... mehr lesen
Washington - Nach schwierigen ... mehr lesen
Nach schwierigen Verhandlungen kam man im US-Senat zu einem Kompromiss. Bild: Das Capitol in Washington.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Der Senat will härter gegen illegale Einwanderer vorgehen.
New York - Tausende Menschen ... mehr lesen
Wie ein Lauffeuer hatte sich Nachricht über die Demo unter den Schülern verbreitet.
Los Angeles - Tausende überwiegend hispanisch-stämmige Schüler haben in Los Angeles gegen eine mögliche Verschärfung des Einwanderungsrechts protestiert. Mindestens 14 000 Schüler stürmten ... mehr lesen
Los Angeles - Zehntausende ... mehr lesen
Weitere Grossdemonstrationen sind geplant.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Schon wieder ein Vorfall am Weissen Haus.
Schon wieder ein Vorfall am Weissen Haus.
USA  Washington - Ein Metallteil, das über den Zaun des Weissen Hauses in Washington geworfen wurde, hat vorübergehend einen Alarm in der Residenz des US-Präsidenten ausgelöst. mehr lesen 
Achtens Asien Mit seinem Besuch in Vietnam hat US-Präsident Obama seine seit acht Jahren verfolgte Asienpolitik abgerundet. Die einstigen Todfeinde USA und Vietnam sind, wenn auch noch nicht Freunde, so doch nun Partner. China verfolgt die Entwicklung mit Misstrauen. mehr lesen  
US-Wahlen  Washington - Der US-Republikaner Marco Rubio will nicht als Vize-Präsidentschaftskandidat unter Donald Trump antreten. «Ich wäre nicht die richtige Wahl für ihn», sagte Rubio dem ... mehr lesen
Mit 55,8 Prozent der Stimmen  Orlando - Im US-Wahlkampf hat die libertäre Partei den ehemaligen Gouverneur Gary Johnson ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Di Mi
Zürich 2°C 2°C Schneeregenschauerleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt recht sonnig
Basel 2°C 3°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
St. Gallen 0°C 0°C wolkig, wenig Schneeleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
Bern -1°C 3°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
Luzern 1°C 2°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
Genf -3°C 4°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich recht sonnig
Lugano 0°C 8°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wechselnd bewölkt
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten