Schlimme Lage
Hungerdrama in Madaja geht weiter
publiziert: Samstag, 9. Jan 2016 / 16:45 Uhr
Die Menschen in Madaja haben fast nichts zu essen. (Symbolbild)
Die Menschen in Madaja haben fast nichts zu essen. (Symbolbild)

Damaskus - Auch zwei Tage nach der Zustimmung des syrischen Regimes zu Hilfslieferungen für die vom Hungertod bedrohten Menschen bleibt die Lage in der belagerten Stadt Madaja dramatisch. Allein am Samstag erlitten mehr als 200 Menschen Schwäche- und Ohnmachtsanfälle.

6 Meldungen im Zusammenhang
Das teilte das Gesundheitskomitee des Ortes über Facebook mit. In der Stadt nordwestlich von Damaskus sind seit etwa einem halben Jahr rund 40'000 Menschen von der Armee und ihren Verbündeten eingeschlossen.

Hilfsorganisationen konnten nach eigenen Angaben zuletzt im Oktober Lieferungen nach Madaja bringen. Aktivsten berichteten, die Menschen ernährten sich von Blättern, Hunden und Katzen.

Nach Angaben der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) starben bislang mindestens 23 Menschen an den Folgen von Mangelernährung, unter ihnen auch Kinder. Nach der Zustimmung des Regimes zu Hilfstransporten am Donnerstag sollen die ersten Konvois am Sonntag in Madaja eintreffen.

Gespräche weiter nur unter Bedingungen

Syriens Regime ist inzwischen zwar bereit zu Friedensgesprächen mit seinen Gegnern, fordert aber vorher eine Teilnehmerliste der Opposition. Aussenminister Walid al-Muallim verlangte bei einem Treffen mit dem UNO-Sondergesandten Staffan de Mistura in Damaskus ausserdem eine Aufstellung aller Rebellenbrigaden, die als Terrorgruppen eingestuft würden, wie die staatliche Nachrichtenagentur Sana meldete.

Die internationalen Gemeinschaft hatte sich im vergangenen Jahr auf Friedensgespräche geeinigt. Beginnen sollen die Verhandlungen am 25. Januar. In Syrien tobt seit fünf Jahren ein Bürgerkrieg, in dem mehr als 250'000 Menschen ums Leben gekommen sind.

(bg/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Berlin - Vor dem fünften Jahrestag des Beginns des syrischen Bürgerkrieges hat die Hilfsorganisation Save the Children ... mehr lesen
New York - Nachdem ein Hilfskonvoi erstmals wieder in das seit Monaten belagerte Madaja vordringen konnte, sollen 400 vom ... mehr lesen
Genf - Die Hälfte der rund 40'000 vom Hungertod bedrohten Menschen in der belagerten syrischen Stadt Madaja sind laut UNO Kinder. ... mehr lesen
Tausende Kinder müssen hungern.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Alleine im Dezember sind 31 Menschen verhungert. (Symbolbild)
Damaskus - In der eingeschlossenen syrischen Stadt Madaja droht Tausenden ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 20
Die Fluchtroute auf der Seestrecke zwischen Nordafrika ...
Erschreckende Zahlven von der UNO  Berlin - Bei Bootsunglücken im zentralen Mittelmeer sind in der zurückliegenden Woche nach UNO-Angaben wahrscheinlich mindestens 880 Flüchtlinge umgekommen - und damit weit mehr als ohnehin schon befürchtet. mehr lesen 
Amnesty International berichtet  Kabul - Die Zahl der Binnenflüchtlinge hat sich wegen des Kriegs in Afghanistan in nur drei Jahren mehr als verdoppelt - auf heute 1,2 Millionen Menschen. 2013 hatten die Vereinten Nationen noch 500'000 durch den Konflikt entwurzelte Menschen verzeichnet. mehr lesen  
353 Millionen Franken für den Asylbereich  Bern - Der Nationalrat hat am Dienstag die Staatsrechnung 2015 sowie die Nachtragskredite zum ... mehr lesen   1
Mit 124 zu 64 Stimmen genehmigte die grosse Kammer den Bundesbeschluss über den Nachtrag I zum Voranschlag 2016.
Bei der Erstellung des Zugänglichkeitsplans in Wil werden auch Betroffene miteinbezogen.
Bereits 100 Objekte erfasst  Wil SG - Digitale Stadtpläne sollen künftig Menschen mit einer Behinderung die Orientierung erleichtern. Die Stadt Wil wurde von Pro Infirmis ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich -4°C 6°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebel recht sonnig
Basel -2°C 8°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig freundlich
St. Gallen 5°C 8°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig freundlich
Bern -6°C 5°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Luzern -4°C 6°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebel recht sonnig
Genf -1°C 4°C Nebelleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebel recht sonnig
Lugano 2°C 8°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten