Hungernde Kinder: Einsatz von Spezialnahrung gefordert
publiziert: Mittwoch, 10. Okt 2007 / 16:39 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 10. Okt 2007 / 17:20 Uhr

Genf - Jedes Jahr sterben fünf Millionen Kinder unter fünf Jahren an Mangelernährung. Jetzt fordert die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) die stärkere Verwendung von therapeutischer Fertignahrung.

Nach Schätzungen der WHO leiden derzeit mehr als 20 Millionen kleine Kinder an Mangelernährung.
Nach Schätzungen der WHO leiden derzeit mehr als 20 Millionen kleine Kinder an Mangelernährung.
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Die aktuellen Strategien zur Nahrungsmittelhilfe würden zu kurz greifen, wenn es um die Bedürfnisse der Jüngsten gehe, kritisierte MSF vor den Medien in Genf.

Die Hilfe konzentriere sich vor allem darauf, den Hunger zu stillen, und nicht darauf, die Folgen von Mangelernährung zu behandeln.

Schnelles Handeln gefordert

Kinder unter fünf Jahren tragen laut MSF das grösste Risiko, an Mangelernährung zu sterben. Ärzte ohne Grenzen ruft deshalb Geldgeber und die UNO auf, sich für die schnellere Einführung therapeutischer Fertignahrung einzusetzen und deren Gebrauch auszuweiten.

«Es geht nicht nur darum, wie viel Essen ein Kind bekommt. Was wirklich zählt, ist, was in diesen Essen enthalten ist», sagte MSF-Präsident Christophe Fournier. Ohne die richtigen Mengen an Vitaminen und Nährstoffen seien kleine Kinder anfälliger für Krankheiten.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass derzeit mehr als 20 Millionen kleine Kinder an dieser Form der Mangelernährung leiden. Nach Schätzungen von Ärzte ohne Grenzen erhalten in diesem Jahr jedoch nur drei Prozent therapeutische Fertignahrung.

Um die am meisten betroffenen Kinder mit therapeutischer Nahrung zu erreichen, seien weltweit Gelder in Höhe von 1,25 Milliarden Franken nötig, schreibt MSF.

(bert/sda)

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