Hungerstreik von Ex-ETA-Kämpfer erfolgreich
publiziert: Samstag, 2. Aug 2008 / 09:29 Uhr / aktualisiert: Samstag, 2. Aug 2008 / 15:58 Uhr

Aranjuez - José Ignacio de Juana Chaos, einer der brutalsten Terroristen der baskischen Untergrundorganisation ETA, ist nach 21 Jahren aus der Haft entlassen worden. Seine Freilassung erfolgte genau 40 Jahre nach dem ersten ETA-Anschlag.

Juana Chaos trat bereits früher in den Hungerstreik.
Juana Chaos trat bereits früher in den Hungerstreik.
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Der 52-Jährige war 1989 wegen der Tötung von 25 Menschen zu Haftstrafen von insgesamt über 3000 Jahren verurteilt worden. Nach den damals geltenden Strafgesetzen musste er davon höchstens 30 Jahre verbüssen. Diese Zeit verkürzte sich durch vorgeschriebene Haftvergünstigungen für gute Führung und Fernstudien auf 18 Jahre.

Eigentlich hätte De Juana bereits 2006 freigelassen werden müssen. Ein Gericht wertete jedoch in der Haft verfasste Zeitungsartikel des Basken als Terrordrohungen und verurteilte den Mann zu weiteren drei Jahren Haft.

De Juana hatte zuletzt mit mehreren Hungerstreiks für Aufsehen gesorgt. 2006 und 2007 war er zwei Mal in den Hungerstreik getreten, um gegen die erneute Verurteilung zu protestieren. Seit einigen Tagen befand er sich erneut im Hungerstreik, weil er sich durch Justizbehörden und die Medien schikaniert sah.

Empörung über Freilassung

De Juana wurde beim Verlassen der Vollzugsanstalt Aranjuez südlich von Madrid von zwei Anwälten und seiner Frau abgeholt und fuhr in einem schwarzen Geländewagen davon.

Der Ex-Polizist war in den 80er Jahren als Chef der ETA-Zelle in Madrid an elf Terroranschlägen beteiligt. De Juana hatte nie Reue für seine Taten gezeigt. In seiner Gefängniszelle bejubelte er spätere Mordanschläge der ETA.

Die Freilassung löste in Spanien eine Welle der Empörung aus.

Zahlungen an Opfer

Juana Chaos war 2006 und 2007 zwei Mal in den Hungerstreik getreten, um gegen eine erneute Verurteilung wegen der Veröffentlichung polemischer Artikeln in einer baskischen Zeitung zu protestieren. Seit einigen Tagen befindet er sich wieder im Hungerstreik, weil er sich durch die Medien und die Justizbehörden schikaniert sieht.

Die Staatsanwaltschaft ermittelte zunächst, ob Juana Chaos über Mittel verfügt, einen Teil der geforderten Entschädigungen in Höhe von acht Millionen Euro an die Opferfamilien zu zahlen. Die ETA kämpft seit 1968 mit Gewalt für ein unabhängiges Baskenland in Nordspanien und im Südwesten Frankreichs.

(ht/sda)

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