Hungerstreikender Vater in Römer Spital
publiziert: Samstag, 4. Sep 2004 / 21:29 Uhr

Rom - Der italienische Vater, der vor der Schweizer Botschaft in Rom seit Ende August mit einem Hungerstreik protestiert, musste hospitalisiert werden. Dies meldete die italienische Nachrichtenagentur ansa.

Der 42-jährige Sportarzt habe einen Zusammenbruch erlitten und sei per Ambulanz in ein Römer Spital eingeliefert worden. Sein Zustand sei jedoch nicht schlimm. Ansa berief sich dabei auf eine Mitteilung der italienischen Vereinigung gegen Kindesentführung.

Der Italiener war mit einer früheren Schweizer Radrennfahrerin verheiratet. Nach der Scheidung wurde ihm der 1999 geborene Sohn zugesprochen. Bei einem bewilligten Besuch Ende letzten Jahres nahm die Mutter das Kind jedoch mit in die Schweiz. Seither ist es unauffindbar. Die Mutter ist abgetaucht.

Die Luzerner Behörden suchen nach Mutter und Kind. Bereits am 2. August hatte der Anwalt des Vaters in Luzern Anzeige wegen Freiheitsberaubung eingereicht.

Im vergangenen Juli hatte auch das Obergericht des Kantons Luzern entschieden, dass das Kind zum Vater gehört. Der Anwalt der Mutter gab indessen bekannt, er werde eine staatsrechtliche Beschwerde mit Fristerstreckung einreichen. Die Frist läuft bis am 15. September.

(bert/sda)

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