Hurrikan fordert Todesopfer
publiziert: Samstag, 27. Aug 2005 / 00:13 Uhr

Miami - Hurrikan «Katrina» ist in der Nacht auf Freitag mit unerwarteter Zerstörungskraft über Florida hinweggezogen.

«Katrina» brachte in der Region von Miami kübelweise Regen.
«Katrina» brachte in der Region von Miami kübelweise Regen.
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Mindestens sieben Menschen kamen ums Leben, eine im Bau befindliche Autobahnüberführung bei Miami wurde zerstört. Mehr als 1,3 Millionen Menschen waren ohne Strom, weil herunterfallende Äste die Leitungen eingerissen hatten. Als Nachläufer des Hurrikans zogen weiter grosse Tiefs mit heftigen Regenfällen über den südlichen US-Bundesstaat.

"Katrina" war am Donnerstagabend zwischen Fort Lauderdale und Miami an Land gekommen. Kreuzfahrtschiffe hatten ihren Kurs geändert, um die Seehäfen von Miami Dade und Port Everglades zu meiden. Die Flughäfen von Fort Lauderdale und Miami wurden vorübergehend geschlossen. Schulen blieben am Freitag zu.

Vom Kurs abgewichen

"Katrina" brachte in der Region von Miami kübelweise Regen. Die Einwohner waren überrascht, weil der Hurrikan plötzlich von seinem erwarteten Kurs abwich und nach Süden abdrehte.

Südlich von Miami fielen innerhalb von Stunden bis zu 40 Zentimeter Regen. Keller wurden überflutet. Im Miami Dade standen die Menschen in der Nacht mit Eimern vor ihren Häusern, und versuchten, Wasser abzuschöpfen.

Drei Menschen wurden nach Behördenangaben von umfallenden Bäumen erschlagen, ein Mann kam im Unwetter bei einem Autounfall ums Leben. Ein Mann wurde tot in seinem Boot gefunden; aus einem gekenterten Hausboot wurde eine Leiche geborgen, eine weitere trieb in der Flut.

"Schwacher" Hurrikan

Dafür, dass "Katrina" mit rund 139 Kilometern Windgeschwindigkeit in der Stunde ein schwacher Hurrikan war, waren die Schäden erheblich.

Meteorologen warnen immer wieder, dass auch schwache Hurrikans äusserst scharfe Windböen entwickeln können. Eine solche Böe riss einen der neuen Stützpfeiler für die Strassenüberführung bei Miami ein, der dann im Dominoeffekt die anderen Pfeiler einstürzen liess.

Florida war im Juli schon von Hurrikan "Dennis" heimgesucht worden. Er hatte mehr als zwei Dutzend Menschen in den Tod gerissen und über 900 Millionen Dollar Schaden angerichtet. "Katrina" war das elfte Sturmtief, das in dieser Saison wegen seiner potenziellen Gefährlichkeit mit einem Namen versehen wurde.

(bert/sda)

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