Hussein bezeichnet Prozess erneut als «Posse»
publiziert: Mittwoch, 15. Mrz 2006 / 14:42 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 15. Mrz 2006 / 16:04 Uhr

Bagdad - Der irakische Ex-Staatschef Saddam Hussein hat im Prozess um das Massaker von Dudschail ausgesagt.

Saddam Hussein sprach dem Gericht erneut jegliche Legitimität ab.
Saddam Hussein sprach dem Gericht erneut jegliche Legitimität ab.
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Den Prozess gegen ihn und sieben Mitangeklagte bezeichnete er als «Posse gegen Saddam Hussein und seine Kameraden».

In seinem Ausführungen verurteilte der Ex-Machthaber den Anschlag auf ein schiitisches Heiligtum in Samarra im vergangenen Monat und sprach dem Gericht jede Legitimität ab.

Er sei «der Präsident des Irak und der oberste Chef der Streitkräfte», betonte Saddam Hussein. Als er die US-Invasion vor drei Jahren ansprach, erklärte der Vorsitzende Richter Rauf Raschid Abdul Rahman: «Das ist eine Angelegenheit zwischen Dir und den Amerikanern, Du stehst hier vor einem irakischen Strafgericht.»

Ausschluss der Öffentlichkeit

20 Minuten nach Beginn der Anhörung ordnete der Richter den Ausschluss der Öffentlichkeit an. In der Vergangenheit hatte Saddam Hussein wiederholt die Richter herausgefordert und ihre Kompetenz in Zweifel gezogen, über ihn zu richten.

Der frühere Präsident hatte bereits vor einiger Zeit vor Gericht gesagt, er habe Befehle erteilt, die letztlich zum Tod von 148 schiitischen Männern geführt hatten.

Halbbruder Saddams weist Verantwortung zurück

Zuvor hatte Saddam Husseins Halbbruder Barsan el Tikriti jede Verantwortung für das Massaker zurückgewiesen. Er lobte zudem die «Errungenschaften» der Saddam-Ära und kritisierte, man habe ihm vor Beginn des Prozesses seine Freilassung angeboten, falls er gegen Saddam Hussein aussagen würde. Dies habe er abgelehnt.

Saddam Hussein, Barsan el Tikriti und sechs weiteren Angeklagten wird die Hinrichtung von 148 Dorfbewohnern nach einem gescheiterten Attentat auf den Präsidenten vorgeworfen. Ihnen droht die Todesstrafe.

(fest/sda)

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