Hwang kein Klonpionier, aber...
publiziert: Freitag, 3. Aug 2007 / 07:11 Uhr

Washington - Bei seinen Versuchen, menschliche embryonale Stammzellen zu klonen, ist dem umstrittenen südkoreanischen Forscher Hwang Woo Suk möglicherweise der Durchbruch bei einer anderen Technik gelungen.

Hwangs Forschungen lösten einen der grössten Skandale in der biomedizinischen Forschung aus.
Hwangs Forschungen lösten einen der grössten Skandale in der biomedizinischen Forschung aus.
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Ohne es zu wissen, habe Hwang bei seinen Versuchen die ersten menschlichen Stammzellen per Parthenogenese erzeugt, versicherten US-Wissenschaftler am Donnerstag im Fachblatt «Cell Stem Cell».

Parthenogenese ist eine Methode der eingeschlechtlichen Fortpflanzung: Statt das Ei von einem Männchen befruchten zu lassen, sorgt das Weibchen für Nachkommenschaft, indem es die unbefruchtete Eizelle künstlich zur Teilung anregt. Während diese Methode bei Pflanzen und einigen Eidechsenarten durchaus gebräuchlich ist, kommt sie bei höheren Säugetieren nicht vor.

«Wir wissen heute, dass Hwangs erste Stammzelllinie von der einzigen Eizelle einer Frau stammte», fasste einer der Autoren der Studie, George Daley, das Ergebnis der Analyse zusammen. Wie Hwang dies machte, sei allerdings unklar.

Hwangs Forschungen lösten einen der grössten Skandale in der biomedizinischen Forschung aus. Im Januar 2006 musste der Südkoreaner zugeben, dass seine angeblich bahnbrechende Studie aus dem Jahr 2004 zum Klonen menschlicher embryonaler Stammzellen gefälscht war.

(bert/sda)

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