IAEA-Chef Baradei fordert von Teheran grössere Transparenz
publiziert: Mittwoch, 9. Jul 2003 / 14:02 Uhr

Teheran - Der Präsident der Internationalen Atomenergie-Behörde (IAEA), Mohammed el Baradei, hat Iran zu grösserer Offenheit hinsichtlich des umstrittenen Atomprogramms aufgefordert.

Mohammed El Baradei (l) vor dem UNO-Sicherheitsrat.
Mohammed El Baradei (l) vor dem UNO-Sicherheitsrat.
Je grösser die Transparenz, desto grösser werde auch das Vertrauen sein, das die Weltgemeinschaft dem Land entgegen bringen werde, sagte El Baradei nach Gesprächen mit dem iranischen Aussenminister Kamal Charrasi in Teheran.

El Baradei will auch mit Präsident Mohammed Chatami sowie dem Leiter der iranischen Atomenergie-Kommission, Gholam-Reza Aqazadeh, zusammentreffen.

Vor der Abreise hatte El Baradei erklärt, er hoffe, dass Iran das Zusatzprotokoll zum IAEA-Vertrag unterzeichnen werde, das unangemeldete Inspektionen von Atomanlagen erlaubt.

Ein Sprecher das iranischen Aussenministeriums hatte am Montag gesagt, man werde das Zusatzprotokoll nur unterzeichnen, wenn Iran gewisse Garantien erhalte.

So sollten die Handelssanktionen gegen Iran aufgehoben werden. Ausserdem müssten die USA aufhören, Iran zu unterstellen, dass es seine Atomanlagen zum Bau von Atomwaffen missbrauchen wolle.

(bsk/sda)

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