IAEA-Chef würdigt Zusammenarbeit mit Teheran
publiziert: Freitag, 31. Okt 2003 / 07:43 Uhr

Ottawa - Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Mohamed El Baradei, hat Teherans Kooperationsbereitschaft im Streit um sein Atomprogramm gewürdigt.

Die IAEA-Inspektoren würden nun die Angaben vor Ort kontrollieren, sagte Baradei. (Archiv)
Die IAEA-Inspektoren würden nun die Angaben vor Ort kontrollieren, sagte Baradei. (Archiv)
Auf den ersten Blick scheine der von Iran vorgelegte Bericht über sein Atomprogramm umfassend zu sein, sagte El Baradei nach einem Treffen mit dem kanadischen Aussenminister Bill Graham in Ottawa.

Die IAEA-Inspektoren würden nun die Angaben vor Ort kontrollieren, sagte Baradei weiter und unterstrich, ich denke, wir machen gute Fortschritte.

Graham bescheinigte den iranischen Behörden ebenfalls grösseres Entgegenkommen als bisher. Doch müssten noch eine Reihe von sehr technischen Fragen gestellt werden, fügte er einschränkend hinzu.

Am Freitag läuft das Ultimatum der IAEA an Teheran zur Offenlegung seiner Atompolitik ab. Teheran muss vor allem nachweisen, dass sein Atomprogramm rein zivile Ziele verfolgt und nicht, wie vor allem von den USA vermutet, als Deckmantel für die heimliche Entwicklung von Atomwaffen dient.

Ferner wird die Regierung in Teheran aufgefordert, das Zusatzprotokoll zum Atomwaffensperrvertrag zu unterzeichnen. Diese lässt uneingeschränkte und unangemeldete Kontrollen zu. Das Land hatte bereits am 23. Oktober der IAEA einen Bericht über das Nuklearprogramm übergeben.

(bsk/sda)

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