IAEA mit Nordkorea einig über Schliessung von Atomanlagen
publiziert: Samstag, 30. Jun 2007 / 14:46 Uhr

Peking - Die internationalen Atominspektoren haben nach eigenen Angaben mit Nordkorea eine Übereinkunft über die Schliessung seiner umstrittenen Atomanlagen getroffen. Ein Datum für die Schliessung wurde aber nicht bekannt.

Im Gegenzug für den Atomwaffen-Stop winken Nordkorea Wirtschaftshilfen.
Im Gegenzug für den Atomwaffen-Stop winken Nordkorea Wirtschaftshilfen.
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Nach der Rückkehr aus der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang sprach der Delegationsleiter Olli Heinonen in Peking vor Journalisten von «fruchtbaren Diskussionen».

Die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua zitierte Heinonen mit den Worten: «Wir sind jetzt zu einer Abmachung über die Überprüfung und Überwachung der Einrichtungen in Yongbyon gekommen, wenn sie stillgelegt werden.»

Die Atomanlagen in Yongbyon, 130 Kilometer von Pjöngjang entfernt, sind nach Angaben von Delegationsleiter Heinonen noch in Betrieb. Er identifizierte fünf Einrichtungen, die nach der Vereinbarung vom Februar in den Sechs-Parteien-Gesprächen voraussichtlich geschlossen werden.

Erster Besuch seit fünf Jahren

Der Besuch der IAEA-Delegation war der erste seit mehr als fünf Jahren, nachdem Nordkorea die Inspektoren Ende 2002 ausgewiesen und sich vom Atomsperrvertrag zurückgezogen hatte.

Nach dem Abkommen zwischen Nordkorea, den USA, China, Südkorea, Japan und Russland vom Februar winken dem verarmten Land im Gegenzug für die Schliessung und Beseitigung seines Atomwaffenprogramms umfangreiche Energie- und Wirtschaftshilfen.

(ht/sda)

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