IAEA räumt Nordkorea eine Frist ein
publiziert: Dienstag, 7. Jan 2003 / 08:13 Uhr

Washington - US-Präsident George W. Bush erwartet eine friedliche Lösung des Konflikts um das nordkoreanische Atomprogramm. Das sagte er am Montag (Ortszeit) in Washington nach einer Kabinettssitzung.

Bush glaubt an friedliche Lösung in Nordkorea.
Bush glaubt an friedliche Lösung in Nordkorea.
Der Dialog mit Nordkorea werde wieder aufgenommen, sagte Bush. Als Bedingung müsse das Land zunächst aber seinen Verpflichtungen, der Aufgabe des Atomprogramms, nachkommen.

Zuvor hatte die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA) Nordkorea eine letzte Frist zum Stopp des Atomprogramms und zur Wiederaufnahme der Zusammenarbeit mit der UNO-Behörde eingeräumt.

Ferner verlangte der 35-köpfige Gouverneursrat der IAEA am Montag bei einer Sondersitzung in Wien ein sofortiges Treffen von IAEA-Experten mit Vertretern der nordkoreanischen Behörden.

Zudem sollen die von Pjöngjang abgeschalteten Überwachungskameras in den Atomanlagen eingschaltet werden und die ausgewiesenen Inspektoren wieder ins Land gelassen werden. Sollte Nordkorea diesen Forderungen nicht nachkommen, will sich die IAEA an den UNO-Sicherheitsrat wenden.

In Washington kamen unterdessen amerikanische und südkoreanische Diplomaten zusammen. Nach Presseberichten wollten die Südkoreaner Vorschläge für die Beilegung des Konflikt machen. Im Gegenzug für die Aufgabe des Atomprogramms sollten die USA unter anderem Sicherheitsgarantien geben und die ausgesetzten Öllieferungen an Nordkorea wieder aufnehmen.

Die US-Regierung sei gegen einen förmlichen Nichtangriffspakt, verlautete in Washington. Bush bekräftigte aber, dass die USA keine Kriegsabsichten gegen Nordkorea hätten. Ich war in Korea und habe klar gesagt, dass die USA keine Absicht haben, in Nordkorea einzumarschieren.

(bert/sda)

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