IAEA schliesst Fremdverschulden aus
publiziert: Montag, 4. Aug 2008 / 13:26 Uhr / aktualisiert: Montag, 4. Aug 2008 / 13:41 Uhr

Wien - Nach dem Austritt von radioaktivem Material in einem veralteten Atomlabor der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) südlich von Wien hat die Behörde ein Fremdverschulden ausgeschlossen.

IAEA glaubt, dass es zu keiner Freisetzung von Radioaktivität in die Umwelt gekommen sei.
IAEA glaubt, dass es zu keiner Freisetzung von Radioaktivität in die Umwelt gekommen sei.
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Bei der Freisetzung von Radioaktivität innerhalb der Sicherheitszone der Anlage in Seibersdorf in der Nacht zum Sonntag sei nicht von einer «Beteiligung von Dritten» auszugehen, sagte ein IAEA-Sprecher am Sonntagabend.

In dem Labor nahe Wien untersuchen UNO-Atomexperten auch Proben aus Staaten, die geheimer Atomwaffenprogramme verdächtigt werden. IAEA-Chef Mohamed El Baradei hatte im November gewarnt, das aus den 1970er Jahren stammende Labor entspreche nicht den UNO-Sicherheitsstandards.

Durch Überdruck sei in der Nacht zum Sonntag Plutonium aus einer Laborprobe in einem Lagerraum in der Anlage in Seibersdorf entwichen, teilte die IAEA mit. Zum Zeitpunkt des Zwischenfalls gegen 2.30 Uhr habe sich niemand in dem Labor aufgehalten.

Automatischer Alarm

Dass jemand in das Labor gekommen und den Zwischenfall verursacht habe, sei auszuschliessen, sagte IAEA-Sprecher Ayhan Evrensel. Schliesslich sei die Probe in einem Sicherheitsschrank aufbewahrt worden.

Ein Überwachungssystem in der Belüftungsanlage hatte laut IAEA automatisch Alarm ausgelöst. In dem Lagerraum und zwei weiteren Räumen wurde eine radioaktive Belastung festgestellt.

Alle Anzeichen deuteten nach Einschätzung der IAEA aber darauf hin, dass es zu keiner Freisetzung von Radioaktivität in die Umwelt gekommen sei. Die Behörde kündigte eine «vollständige Untersuchung» des Vorfalls an.

(fest/sda)

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