IAEA verschiebt Wahl
publiziert: Mittwoch, 2. Mrz 2005 / 21:51 Uhr

Wien - Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hat die Wahl eines neuen Generaldirektors nach Angaben von Diplomaten vertagt. Dies weil die USA mit dem einzigen Bewerber, Amtsinhaber Mohamed el Baradei, nicht einverstanden sind.

Die Amtszeit von el Baradei läuft im November ab.
Die Amtszeit von el Baradei läuft im November ab.
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Die Wahl werde wahrscheinlich auf Juni verschoben, verlautete es aus Diplomatenkreisen bei der IAEA in Wien. Ursprünglich hätte die Wahl bei dem bis Donnerstag dauernden Treffen des IAEA-Beirates stattfinden sollen.

Der Amtsinhaber geniesse in dem Gremium breite Unterstützung, es sei aber mehr Zeit nötig, um eine Entscheidung zu treffen, zitierte ein Diplomat die Ratspräsidentin Ingrid Hall.

Lasche Haltung

Grund für die von den USA gewünschte Ablösung el Baradeis ist den Angaben aus Diplomatenkreisen zufolge dessen zu lasche Haltung im Atomstreit mit dem Iran. Offiziell begründet Washington den Ablösewunsch mit der langen Amtszeit el Baradeis: nach zwei Mandaten sei es Zeit für einen Wechsel an der Spitze der IAEA. Der frühere ägyptische Diplomat leitet die Behörde seit 1997.

Die Mehrheit des aus Vertretern von 35 Staaten zusammengesetzten IAEA-Rates ist jedoch für eine Kandidatur des Amtsinhabers. Dies geht aus Schreiben mehrerer Mitgliedsländer an die Ratspräsidentin Hall hervor, die der Nachrichtenagentur afp als Kopien vorlagen.

Der Rat der IAEA kann den neuen Generaldirektor mit einer Zweidrittelsmehrheit wählen. Bislang wurde jedoch immer eine Konsensentscheidung angestrebt. Das nächste Treffen des IAEA-Rates ist für Juni angesetzt. Die Amtszeit von el Baradei läuft im November ab.

(bert/sda)

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