Teampräsentation in Saanen
IAM plant mittelfristig auf höchster Ebene
publiziert: Freitag, 12. Dez 2014 / 15:19 Uhr
Michel Thétaz plant mit IAM Cycling für die Zukunft.
Michel Thétaz plant mit IAM Cycling für die Zukunft.

IAM Cycling, das letzte Woche eine Lizenz als World-Tour-Team erhalten hat, plant bereits über die Saison 2015 hinaus auf höchster Ebene. Michel Thétaz, der Besitzer des Schweizer Radrennteams, gab an der Teampräsentation in Saanen ein entsprechendes Commitment ab.

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Im Januar startet IAM an der Tour Down Under in Australien in die neue Saison - zum ersten Mal mit dem Status eines World-Tour-Teams. Geht es nach Thétaz, soll die Westschweizer Mannschaft keine Eintagesfliege bleiben. Er wird deshalb auch in einem Jahr beim Rad-Weltverband UCI eine World-Tour-Lizenz beantragen.

«Ich habe jedem Fahrer während fünf Minuten die Gelegenheit gegeben, mich alles zu fragen, was ihn interessiert. Die häufigste Frage war die nach dem Jahr 2016», sagte Thétaz am Rand der offiziellen Teampräsentation für das Jahr 2015. «Ich konnte den Fahrern bestätigen, dass ich die Absicht habe, auch 2016 mit IAM auf dem selben Level zu fahren.»

Weitere Sponsoren gesucht

Die Unsicherheit bei den Protagonisten der einzigen Schweizer Profimannschaft kommt nicht von ungefähr. Mehrmals hatte Thétaz in der Vergangenheit angetönt, dass er nicht mehr willens sei, die Mannschaft alleine zu finanzieren. Nun hat er seine Meinung geändert - wohl nicht zuletzt, weil er mit seinem Team 2015 eine Stufe aufgestiegen ist.

Einen Co-Sponsor neben seinem eigenen Unternehmen sucht Thétaz weiterhin. «Es wäre schön, wenn uns dies bis spätestens in einem Jahr gelingen würde». so der Westschweizer Unternehmer. Er hofft, dass die Suche nun etwas einfacher wird, wenn die Teilnahme der Mannschaft an allen wichtigen Rennen fix ist. Thétaz hält aber fest, dass der Geldgeber die selben Werte wie IAM teilen muss. «Einen Sponsor zu finden mit dem selben Esprit, ist nicht einfach.»

Zumindest in der kommenden Saison wird der Rennstall-Besitzer das Budget wie bisher zu einem grossen Teil mit seiner eigenen Firma stemmen. Das Budget steigt für die erste Saison auf der World Tour um zirka eine Million Franken und beträgt gemäss Thétaz zwischen «zehn bis fünfzehn Millionen Franken.» Es erhöht sich, je nach dem wie erfolgreich die Fahrer sind und wie viele Prämien sie von ihrem Arbeitgeber erhalten.

Umfangreiches Team

IAM Cycling steigt mit 29 Profis - vier mehr als 2014 und drei mehr als von der UCI vorgeschrieben - in seine dritte Saison. Als letzte Fahrer stiessen der Australier David Tanner (30) und der Amerikaner Larry Warbasse (24) zur Mannschaft, die sich in den vergangenen Tagen im Berner Oberland traf und sich inklusive des ganzen Staffs auf die neue Saison einspielte. «Es ist das erste und wohl auch das letzte Mal, dass wir uns alle zusammen sehen», so Schweizer Meister Martin Elmiger. Ein Teil der Mannschaft begibt sich bereits heute (Freitag) nach Mallorca ins erste Trainingslager.

Auf insgesamt rund 70 Personen wuchs IAM Cycling in den letzten Wochen an. Als World-Tour-Team benötigt IAM nicht nur mehr Fahrer, sondern auch eine stattliche Anzahl zusätzlicher Betreuer. «Wir entwickeln uns rasch, aber weiterhin kontrolliert», sagte Michel Thétaz, für den der Aufstieg auf die höchste Stufe nichts anderes als ein «logischer Schritt» ist.

Spitzenresultate gefordert

«Ich hätte es für mich nicht akzeptieren können, wenn wir zum Beispiel die Tour de France wegen einer fehlenden Einladung nicht hätten bestreiten können», begründete Thétaz noch einmal den Schritt vorwärts. Für ihn sei es deshalb immer klar gewesen, dass er bei der UCI die entsprechende Lizenz beantragen werde. «Die Nachricht von der UCI war für mich deshalb wie ein verfrühtes und das schönste Weihnachtsgeschenk.»

Bereits 2014 hat IAM mit guten Resultaten überzeugt und 38 Podestplätze herausgefahren. 2015 will die Westschweizer Equipe mit ihrer «homogenen und kompakten» Struktur einen weiteren Schritt nach vorne machen. «Wir wollen Ende Saison unter den besten zwölf Teams der World Tour klassiert sein», so Serge Beucherie, der sportliche Verantwortliche von IAM.

(bert/Si)

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