IBM ruft im Streit Bundesgericht an
publiziert: Montag, 30. Aug 2004 / 15:03 Uhr

Genf - IBM hat in der Affäre wegen angeblicher Verwicklung in den Holocaust das Bundesgericht angerufen. Ein Genfer Berufungsgericht hatte zuvor einer Klage auf Entschädigung der Sinti- und Roma-Organisation GIRCA gegen den Computergiganten statt gegeben.

Das Bundesgericht ist gefordert.
Das Bundesgericht ist gefordert.
IBM habe einen Rekurs gegen diesen Entscheid beim Bundesgericht eingereicht, sagte GIRCA-Anwalt Henri-Philippe Sambuc auf Anfrage. Er bestätigte damit eine Meldung der NZZ am Sonntag. Die Anwälte von IBM wollten dazu keine Stellung nehmen.

Die Gypsy International Recognition and Compensation Action (GIRCA) wirft dem IBM-Konzern vor, im Zweiten Weltkrieg mit seinen Lochkartenmaschinen die Organisation des Massenmordes erleichtert zu haben. Die Organisation fordert deshalb - stellvertretend für fünf Opfer - 100 000 Dollar Schmerzensgeld.

Die GIRCA hatte den US-Konzern in Genf verklagt, weil dieser dort im Zweiten Weltkrieg sein Europa-Hauptquartier eingerichtet hatte. Bei den Klägern handelt sich um Sinti und Roma aus Deutschland, Frankreich und Polen. Sie hatten in den Vernichtungslagern der Nazis ihre Eltern verloren.

Insgesamt starben mindestens 600 000 Sinti und Roma zwischen 1933 und 1945 in den Konzentrationslagern. Sie hinterliessen mindestens 1,2 Millionen Waisen.

(rp/sda)

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