IFA: Touch-Desktops erobern Windows 8
publiziert: Montag, 3. Sep 2012 / 18:46 Uhr
Miss IFA mit einem Samsung Notebook.
Miss IFA mit einem Samsung Notebook.

Berlin - Schon im Vorfeld der IFA war die Spannung gross, was neue Windows-8-Geräte betrifft. Neben den allseits erwarteten Hybrid-Tablets schicken die Hersteller auf der Messe noch eine zweite Geräteklasse recht massiv ins Rennen: All-in-One-PCs (AIO) mit Touchscreen.

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Im Gegensatz zu klassischen Varianten sind diese Desktop klar darauf ausgelegt, das Optimum aus Windows 8 und seinem New User Interface herauszuholen. Beispiele dafür sind Sonys Vaio Tap 20, Dells XPS One 27 sowie eine AIO-Troika aus dem Hause Samsung.

«Ein Anstieg der Zahl an AIO-Ankündigungen ist keine Überraschung, da Windows 8 definitiv einige interessante Touch-Möglichkeiten für Desktop- wie Portable-Formfaktoren bieten wird. Wir erwarten, dass Hersteller auch im AIO-Segment bald mehr Touchscreen-Geräte vorstellen», meint Maciej Gornicki, Research Analyst EMEA Personal Computing bei IDC. Chancen haben AIOs demnach besonders im Consumer-Bereich, wo sie nach IDC-Zahlen in Westeuropa schon heute ein Fünftel der Neugeräte ausmachen - während sie in Unternehmen bei vier Prozent dahindümpeln.

Portabel bis professionell

Der Tap 20 ist mit einem 20-Zoll-Bildschirm ein vergleichsweise kompakter All-in-One-PC, bei dem der Hersteller auch die Mobilität zumindest in den eigenen vier Wänden klar unterstreicht. Zwar können Kunden das Gerät als vollwertigen Desktop aufgestellt nutzen, doch hebt Sony beispielsweise auch die Möglichkeit hervor, das akkubetriebene Gerät auf dem Couchtisch liegend als Multitouch-Spielfläche für die ganze Familie zu nutzen. Damit ist das Gerät fast ein Riesen-Hybrid.

Dells XPS One 27 dagegen wird eher als Profi-Gerät positioniert. In Asien und den USA ist er bereits als AIO mit herkömmlichem Display erhältlich, jetzt hat der Konzern aber passend für Windows 8 eine Touch-Ausführung angekündigt. Gleich bleibt die Zielgruppe: Der 27-Zöller soll insbesondere Nutzer aus der Kreativbranche ansprechen und dabei mit einer Wide-Quad-HD-Auflösung von 2.560 mal 1.600 Pixel und klarem Bild punkten. Natürlich kann das Gerät, das auf eine bequeme Multimedia-Content-Erstellung ausgelegt ist, aber auch entsprechend gut als Entertainment-PC dienen.

AIOs für jeden Bedarf

Während Sony und Dell somit jeweils unterschiedliche Zielgruppen bedienen, setzt Samsung darauf, mit gleich drei AIOs ein möglichst breites Kundenspektrum abzudecken. Das mit 21,5 Zoll Bildschirmdiagonale kompakteste Modell, das AIO Serie 5, ist mit einem Core i3-Prozessor auch das leistungsschwächste, damit aber ein vergleichsweise günstiges Einsteigergerät für den Hausgebrauch. Die AIO Serie 7 wiederum wird es in einer 23,6- und einer 27-Zoll-Ausführung geben, wobei Letztere je nach genauer Ausstattung auch hohen Ansprüchen genügen soll - inklusive Blu-ray-Laufwerk und der Option auf einen Solid State Drive.

In Zukunft könnten diese und andere Touchscreen-AIOs klassischen Desktops immer mehr den Rang ablaufen. «IDC erwartet, dass der Marktanteil 2013 steigt. Das wird aber davon abhängen, wie schnell sich Windows 8 durchsetzen kann, welche Möglichkeiten genau es bietet und welche Spiele und Apps es für AIOs geben wird», sagt Gornicki. Allerdings werde der Preis eine grosse Rolle spielen, so der IDC-Analyst. «AIOs sind traditionell teurer als normale Desktops, es könnte also zu einer sehr allmählichen Annahme der Produktkategorie kommen.»

 

(fest/pte)

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