IFRCS: Stigmatisierung fördert Aids-Ausbreitung
publiziert: Donnerstag, 8. Mai 2003 / 08:06 Uhr

Genf - Die Stigmatisierung und Ausgrenzung von HIV-Infizierten fördert die Ausbreitung von Aids.

HIV-infizierte Mütter stillen ihre Kinder, um nicht als AIDS-krank abgestempelt zu werden.
HIV-infizierte Mütter stillen ihre Kinder, um nicht als AIDS-krank abgestempelt zu werden.
Zu diesem Schluss kommt die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRCS) anlässlich des Weltrotkreuztages am Donnerstag.

Um die Arbeit, ihr Haus und selbst ihre Familie nicht wegen der Verfemung zu verlieren, verzichteten HIV-infizierte Menschen oft auf eine medizinische Behandlung oder verhielten sich so, dass sie andere andere gefährdeten, sagte Bernard Gardiner von IFRCS in Genf.

So stillten in Afrika viele HIV-positive Frauen ihre Kinder und setzten sie damit der Gefahr einer Ansteckung aus. Denn wenn sie aufhören würden mit Stillen, wüssten alle weshalb.

Die Rotkreuzföderation setzt ihre vor einem Jahr begonnene Kampagne für die soziale Integration von HIV-Infizierten fort. Gardiner erinnerte daran, dass Henri Dunant, der Begründer der Rotkreuzbewegung überzeugt war, dass alle Verwundeten gleich behandelt werden sollten.

Die Kampagne baue auch auf den positiven Erfahrungen Ugandas auf. Dort habe Aids dank einer Tür-zu-Tür-Kampagne unter Kontrolle gebracht werden können.

Die zweijährige Sensibilisierungkampagne soll vor allem Aktionen auf Gemeindeebene umfassen. Die Wahrheit über Aids ist für uns wichtig, sagte Gardiner. Es brauche klare Botschaften, eine sei, dass Kondome funktionierten, um sich zu schützen.

(bsk/sda)

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