IKRK-Geiseln offenbar noch am Leben
publiziert: Dienstag, 31. Mrz 2009 / 10:27 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 31. Mrz 2009 / 23:30 Uhr

Manila - Nach Ablauf des Ultimatums der islamistischen Geiselnehmer auf den Philippinen herrscht Ungewissheit über das Schicksal der drei entführten IKRK-Mitarbeiter. Nach vorläufigen Informationen waren sie offenbar am Leben.

IKRK-Chef Jakob Kellenberger appellierte an die Geiselnehmer.
IKRK-Chef Jakob Kellenberger appellierte an die Geiselnehmer.
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«Wir wissen, dass die Entführten bislang nicht enthauptet worden sind», erklärte der Gouverneur der Insel Jolo, Abdusakur Tan, laut der italienischen Nachrichtenagentur Ansa im örtlichen Fernsehen. Ansonsten gab es nach Ablauf des Ultimatums um 14 Uhr Ortszeit keine neuen Informationen.

Ein Führer der Bewegung Abu Sayyaf, Abu Ali, hatte gegenüber Medien erklärt, es stehe fest, dass eine Geisel enthauptet werde, sofern die Armee sich nicht zurückziehe.

Ausnahmezustand

Der Gouverneur auf Jolo rief inzwischen den Ausnahmezustand aus, wie ein Armeesprecher bestätigte. Die damit verbundene Ausgangssperre erlaubt es der Polizei, besser gegen die Entführer der Organisation Abu Sayyaf vorzugehen, hiess es.

Die Geiselnehmer halten im Süden der Philippinen seit dem 15. Januar drei Mitarbeiter des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) gefangen, neben dem Schweizer Andreas Notter den Italiener Eugenio Vagni und die Philippinin Mary Jean Lacaba.

Das Aussenministerium (EDA) in Bern konnte in der Zwischenzeit «nichts grundsätzlich Neues berichten», wie Sprecher Georg Farago der Nachrichtenagentur SDA sagte. Die Situation vor Ort sei unübersichtlich. Die Sorge um die Entführten bleibe gross.

IKRK-Präsident appelliert an Geiselnehmer

IKRK-Präsident Jakob Kellenberger hatte vor Ablauf des Ultimatums erneut an die Rebellen appelliert, die Geiseln zu verschonen.

Die philippinische Armee hatte am Wochenende eingewilligt, rund 1500 Soldaten auf der Insel Jolo um 15 Kilometer zurückzuziehen. Dabei handle es sich aber nicht um ein Schwächezeichen gegenüber den Islamisten, betonte der Innenminister: «Unsere höchste Priorität gilt der Sicherheit der Geiseln.»

(fest/sda)

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