IKRK: Über Kriegsvermisste wird zu wenig nachgedacht
publiziert: Mittwoch, 19. Feb 2003 / 15:00 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 19. Feb 2003 / 17:11 Uhr

Genf - Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) will Regierungen, Militärs und die Öffentlichkeit für die Tragödie von Kriegsvermissten sensibilisieren. In Genf findet zu diesem Thema eine dreitägige Expertenkonferenz statt.

Irakische Rotes Kreuz Freiwillige werden für den Kriegsfall ausgebildet.
Irakische Rotes Kreuz Freiwillige werden für den Kriegsfall ausgebildet.
Anlass zu unserer Initiative gab die tiefe Verzweiflung der Familien, die nicht wissen, was aus ihren Angehörigen geworden ist, erklärte IKRK-Präsident Jakob Kellenberger. Er rief Regierungen und weitere Akteure, die mit dieser Frage konfrontiert sind, auf, wirksame Schritte zu unternehmen, um den Familien die Qual der Ungewissheit zu ersparen.

Die Konferenz will konkrete Richtlinien festlegen, wie das Verschwinden von Menschen verhindert werden kann. Die erste Massnahme für einen besseren Schutz sei die Einhaltung des Völkerrechts sowie nationaler Gesetze, sagte Kellenberger. Das humanitäre Völkerrecht lege die Richtlinien für alle beteiligten Parteien eines bewaffneten Konflikts fest.

Zu den 350 Konferenzteilnehmenden aus 90 Ländern zählen juristische, wissenschaftliche und Militärexperten sowie Vertreterinnen der UNO, des Roten Kreuzes und des Roten Halbmondes. Auch Mitglieder von Vereinigungen betroffener Familien aus verschiedenen Konfliktgebieten nehmen teil sowie Vertreter weiterer nichtstaatlicher Organisationen.

Nach Angaben des IKRK weiss niemand, wieviele Menschen weltweit im Zusammenhang mit einem bewaffneten Konflikt und interner Gewalt vermisst werden. Allein im 20. Jahrhundert gab es Millionen Fälle. Hierzu gehören mehr als 22 000 Verschwundene im ehemaligen Jugoslawien, mehr als 100 000 vermisste Personen in Ruanda und über 6000 in Peru.

(bsk/sda)

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