IKRK bestätigt Folter in US-Gefängnissen in Irak
publiziert: Freitag, 7. Mai 2004 / 18:14 Uhr

Genf - Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) hat die Folterungen und Menschenrechtsverletzungen in amerikanischen Gefängnissen in Irak bestätigt. Es handle sich dabei nicht um isolierte Aktionen.

Die IKRK hatte lange Zeit keinen Zugang zu den Gefängnissen in Irak.
Die IKRK hatte lange Zeit keinen Zugang zu den Gefängnissen in Irak.
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Die schlechten Behandlungen seien systematisch, sagte der Direktor der IKRK-Operationen, Pierre Kraehenbühl, vor den Medien. Er bestätigte damit Auszüge aus einem IKRK-Bericht, die im Wall Street Journal veröffentlicht worden waren.

Bei seinem Besuch am Swiss Economic Forum in Thun hatte sich der ehemalige US-Vizepräsident ebenfalls zu den Folterungen in Irak geäussert.

Schandfleck für die USA

Gleichtzeitig bezeichnete der ehemalige US-Vizepräsident Al Gore die Misshandlungen und die Folter irakischer Gefangener als Schandfleck für die Ehre der USA.

Die amerikanische Bevölkerung sei deswegen tief beschämt, sagte Gore vor dem Swiss Economic Forum in Thun. Die Misshandlungen repräsentierten weder die USA noch deren Armee.

Immerhin hätten Soldaten diese ans Licht gebracht, und die meisten seien ebenso schockiert, wie der Rest der Amerikaner. Die Verantwortung für diese Taten liege bei den Planern des Irak-Krieges, fügte Gore hinzu. Der 56-Jährige hatte sich bereits vor dem Krieg gegen diesen ausgesprochen.

Kritik an US-Regierung

Gore kritisierte, dass die US-Regierung vor Beginn des Krieges keinen Plan für eine Nachkriegsordnung in der Tasche hatte. In der jetzigen Lage, könnten die Amerikaner sich aber auch nicht einfach aus Irak zurückziehen und ein gewalttätigeres und chaotischeres Land den Irakern zurücklassen, als vor dem Krieg.

Für Bushs Plan, die Macht am 30. Juni an eine irakische Übergangsregierung übergeben zu wollen, hatte Gore nur Spott übrig: Als Bush einmal gefragt wurde, an wen er denn die Macht übergeben wolle, sagte dieser: Sie werden schon sehen. Nun, ich bin gespannt darauf, was wir sehen werden, sagte Gore weiter.

Gore verlangte, dass die USA die Verantwortung an die UNO übergeben sollten und zwar mit allen Machtbefugnissen. Jedoch machten es sich viele Amerikaner mit dieser Forderung zu leicht, denn: Ich glaube nicht, dass die UNO angesichts dieser Sicherheitslage scharf darauf ist, nach Irak zu gehen.

(bsk/sda)

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