ILO: 100 Mio. Mädchen verrichten Kinderarbeit
publiziert: Donnerstag, 11. Jun 2009 / 00:52 Uhr

Genf - Die Wirtschaftskrise verschärft das Risiko für Kinder, regelmässig arbeiten zu müssen. Dies gab die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) in Genf bekannt. Besonders betroffen seien Mädchen, vor allem im Bereich Hausarbeit.

Eine grosse Zahl von Mädchen arbeite in der Landwirtschaft. (Archivbild)
Eine grosse Zahl von Mädchen arbeite in der Landwirtschaft. (Archivbild)
3 Meldungen im Zusammenhang
Ein anlässlich des Jahrestages zum Kampf gegen die Kinderarbeit (12. Juni) veröffentlichter Bericht zeigt, dass rund 100 Millionen Mädchen - davon 54 Millionen unter 12 Jahren - regelmässig arbeiten müssen. Insgesamt leisten 218 Millionen Kindern zwischen 5 und 17 Jahren bezahlte oder unbezahlte Arbeit oder gar Zwangsarbeit.

Mädchen müssten zwar ähnliche Arbeiten wie Knaben verrichten, seien aber zusätzlichen Risiken ausgesetzt und litten mehr unter ausbeuterischen Arbeitsverhältnissen, schreibt die ILO. Eine grosse Zahl von Mädchen arbeite in der Landwirtschaft oder als Fabrikarbeiterinnen, oft unter riskanten Arbeitsbedingungen.

Die ILO, eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen, fordert von den Regierungen ein grösseres Engagement gegen Kinderarbeit. Diese Form der Ausbeutung führe auch dazu, dass die Schulbildung zum Teil völlig ausbleibe.

(bert/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
World Vision Viele in Indien produzierte Fussbälle ... mehr lesen
Während der Produktion von Fussbällen schneiden sich die Kinder in die Hände und eitrige Wunden entstehen.
Kinderarbeit betrifft weltweit Millionen von Kindern.
World Vision Weltweit müssen 158 Mio. Kinder ... mehr lesen
Rio de Janeiro - In Brasilien müssen ... mehr lesen
Kinder im Strassenverkauf.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Die Fluchtroute auf der Seestrecke zwischen Nordafrika ...
Erschreckende Zahlven von der UNO  Berlin - Bei Bootsunglücken im zentralen Mittelmeer sind in der zurückliegenden Woche nach UNO-Angaben wahrscheinlich mindestens 880 Flüchtlinge umgekommen - und damit weit mehr als ohnehin schon befürchtet. mehr lesen 
Amnesty International berichtet  Kabul - Die Zahl der Binnenflüchtlinge hat sich wegen des Kriegs in Afghanistan in nur drei Jahren mehr als ... mehr lesen  
Afghanische Binnenflüchtlinge vegetierten unter «abscheulichen Bedingungen gerade so am Rande des Überlebens dahin». (Symbolbild)
Bereits 100 Objekte erfasst  Wil SG - Digitale Stadtpläne sollen künftig Menschen mit einer Behinderung die Orientierung erleichtern. Die Stadt Wil wurde von Pro Infirmis Schweiz als Pilotgemeinde ausgewählt. Bereits wurden 100 Objekte erfasst. mehr lesen  
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Do Fr
Zürich 11°C 19°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Basel 8°C 20°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
St. Gallen 9°C 16°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Bern 7°C 19°C Schneeregenschauerleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig freundlich
Luzern 11°C 18°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Genf 9°C 20°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Lugano 12°C 23°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig gewitterhaft
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten