IOC verschliesst «Augen vor Menschenrechtsverletzungen»
publiziert: Freitag, 18. Apr 2008 / 19:31 Uhr / aktualisiert: Freitag, 18. Apr 2008 / 20:12 Uhr

Tokio - Während die olympische Fackel in Thailand angekommen ist, hat die Generalsekretärin von Amnesty International (AI), Irene Khan, das Internationale Olympische Komitee (IOC) in Lausanne scharf kritisiert.

Scharfe Kritik von Amnesty International an das IOC wegen anhaltender Menschenrechtsverletzungen in China. (Symbolbild)
Scharfe Kritik von Amnesty International an das IOC wegen anhaltender Menschenrechtsverletzungen in China. (Symbolbild)
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Das IOC verschliesse seine Augen vor Menschenrechtsverletzungen in China, die wegen der Spiele geschähen. Die internationale AI-Generalsekretärin nannte gegenüber der Nachrichtenagentur SDA in Bern als Beispiel die Vertreibungen von Menschen durch die Behörden, weil deren Land für olympische Bauten benötigt wurde.

«Wer dagegen protestierte, wurde ins Gefängnis oder in Arbeitslager gesteckt.» Sie kritisierte auch den Appell von IOC-Präsident Jacques Rogge, der China nach langem Zögern zur Einhaltung seiner Versprechen zu den Menschenrechten aufgerufen hatte. Dieser Appell werde keine Folgen haben. Khan betonte, dass AI nicht für einen Boykott der Spiele sei.

Bach rechtfertigt Zurückhaltung

IOC-Vizepräsident Thomas Bach rechtfertigte die Zurückhaltung des IOC in der Menschenrechts- und Tibet-Frage. Wenn sich das IOC «in eine Art Vermittlerrolle begeben würde, überschätzen wir uns bei weitem», sagte er dem deutschen Sportinformationsdienst. Dies sei Aufgabe der UNO.

Weiter sagte Bach, dass das IOC das geistige Oberhaupt der Tibeter, den Dalai Lama, nicht zur Eröffnungsfeier der Spiele in Peking einladen werde. Das sei eine politische Demonstration, die das IOC deutlich überfordern würde.

Nach dem Ausbruch der Unruhen in tibetischen Regionen Chinas im März hatte die chinesische Führung widerholt die «Dalai-Clique» für die Gewalt zwischen chinesischen Sicherheitskräften und Tibetern verantwortlich gemacht. Einen direkten Dialog lehnte China ab.

(tri/sda)

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