IRA hat dem Terror abgeschworen
publiziert: Mittwoch, 4. Okt 2006 / 16:00 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 4. Okt 2006 / 16:27 Uhr

Belfast - Die frühere nordirische Untergrundorganisation IRA hat sich nach offizieller Einschätzung grundlegend gewandelt.

Die Irisch-Republikanische Armee (IRA) stelle derzeit keine Sicherheitsbedrohung mehr dar.
Die Irisch-Republikanische Armee (IRA) stelle derzeit keine Sicherheitsbedrohung mehr dar.
3 Meldungen im Zusammenhang
Laut der unabhängigen Beobachterkommission (IMC) hat sich die IRA von ihrer terroristischen Vergangenheit verabschiedet.

Die Irisch-Republikanische Armee (IRA) stelle derzeit keine Sicherheitsbedrohung mehr dar, sagte der britische Nordirlandminister Peter Hain.

Er bezog sich dabei auf den am selben Tag veröffentlichten IMC-Bericht, welcher der IRA ein Ende ihrer kriminellen und paramilitärischen Aktivität bescheinigt. «Wir glauben nicht, dass die IRA noch Terrorismus betreibt», schlussfolgert die IMC in ihrem jüngsten Bericht.

Überprüfung notwendig

Aufgabe der Kommission ist es zu überprüfen, ob sich die IRA an ihre vor einem Jahr gemachte Zusage hält, der Gewalt abzuschwören. Die Kommission bekräftigt ihre schon vor einem halben Jahr gemachte Einschätzung, dass die IRA-Führung sich zum politischen Weg bekenne. Seitdem habe sich dieser Eindruck gefestigt.

Nordirlandminister Hain sagte dazu, es habe eine historische und seiner Ansicht nach unumkehrbare Verschiebung bei der IRA gegeben - weg vom Terror und der Kriminalität der Vergangenheit hin zu einer demokratischen Zukunft.

Ian Paisley vorsichtig

Noch nicht ganz überzeugt äusserte sich der Chef der einflussreichsten pro-britischen Democratic Unionist Party (DUP), Ian Paisley. Er hatte sich oft als Scharfmacher in dem Konflikt profiliert und eine Zusammenarbeit mit der IRA-Partei Sinn Fein abgelehnt.

Der Konflikt zwischen der protestantischen Bevölkerungsmehrheit und der katholischen Minderheit hat in den vergangenen 30 Jahren rund 3600 Menschen das Leben gekostet.

Im Karfreitagsabkommen von 1998 hatte Grossbritannien der Provinz eine grössere Autonomie zugestanden. Im Streit über die pro-irische IRA wurde die darin vereinbarte Selbstverwaltung jedoch 2002 ausgesetzt.

(bert/sda)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
St. Andrews - Katholiken und ... mehr lesen
Bertie Ahern und Tony Blair beraten hinter verschlossenen Türen.
Paisley wies in einer Erklärung im Belfaster Parlament Stormont das Amt zurück.
Belfast - Der protestantische ... mehr lesen
Belfast - In Nordirland haben neue ... mehr lesen
In Belfast hofft man auf einen dauerhaften Frieden.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Über 500 Menschen waren an der Übung beteiligt.
Über 500 Menschen waren an der Übung beteiligt.
Übung mit 500 Helfern  Mit einem simulierten Attentat im Stade de France ist am Dienstag ein Worst-Case-Szenario für die EM in Frankreich durchgespielt worden. mehr lesen 
Keine unabhängigen Informationen  Beirut - Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat ihre Offensive im Norden Syriens am Dienstag fortgesetzt. ... mehr lesen   1
Idlib wurde mindestens sieben Mal aus der Luft angegriffen.
Der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck nahm an der Gedenkfeier teil.
Erster Weltkrieg  Hamburg - Zum 100. Jahrestag der Skagerrak-Schlacht haben Deutschland und Grossbritannien am Dienstag gemeinsam der tausenden Toten des grössten Seegefechts der Geschichte ... mehr lesen  
NATO-Generalsekretär hält Rede in Warschau  Warschau - NATO-Generalsekretär Stoltenberg sieht das Bündnis wenige Wochen vor dem Warschauer Gipfel vor grossen Herausforderungen. Einen neuen ... mehr lesen   1
Die NATO sei weiterhin an einem Dialog mit Russland interessiert.
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mo Di
Zürich 5°C 10°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen freundlich
Basel 5°C 12°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wolkig, aber kaum Regen
St. Gallen 5°C 8°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen freundlich
Bern 1°C 8°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen wolkig, aber kaum Regen
Luzern 1°C 9°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen freundlich
Genf 3°C 10°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen wolkig, aber kaum Regen
Lugano 2°C 9°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten