Attentat auf Pilgerstätte
IS-Terrormiliz bekennt sich zu Anschlag in Schiiten Viertel
publiziert: Sonntag, 31. Jan 2016 / 16:35 Uhr

Amman/Beirut - Bei drei Anschlägen im grössten Schiiten-Viertel von Damaskus sind nach amtlichen Angaben mindestens 45 Menschen getötet worden. Die sunnitische Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bekannte sich zum Anschlag nahe der schiitischen Pilgerstätte der Sajida-Seinab-Moschee.

Etwa weitere 110 Menschen seien verletzt, teilte das syrische Innenministerium am Sonntag mit. In einer gleichentags im Internet verbreiteten Erklärung der sunnitischen Fanatiker vom so genannten Islamischen Staat (IS) hiess es, zwei «Soldaten des Kalifats» des IS hätten bei einem «Märtyrer-Einsatz in einem Nest der Ungläubigen» in Sajida Seinab fast 50 Menschen getötet und 120 weitere verletzt.

Nach Angaben der amtlichen syrischen Nachrichtenagentur Sana war nahe dem schiitischen Schrein von Sajida Seinab im südlichen Damaskus eine Autobombe explodiert, gleichzeitig sprengten sich zwei Selbstmordattentäter in die Luft. Laut Sana wurden mindestens 45 Menschen getötet und 110 weitere verletzt.

Im befindet sich der Schrein der Tochter des Mohammed-Cousins Ali ibn Abi Taleb, den die Schiiten als rechtmässigen Nachfolger des Propheten erachten.

Pilgerstätte für alle Schiiten

Das Heiligtum ist eine Pilgerstätte für Schiiten aus aller Welt. Der Nachfolge-Streit ist der Grund für die Spaltung des Islams in Schiiten und Sunniten.

In den ersten Jahren des syrischen Bürgerkrieges war Sajida Seinab Schauplatz heftiger Kämpfe. Diese liessen nach, seit die syrische Armee und Schiiten-Milizen unter Führung der libanesischen Hisbollah den Stadtteil absichern.

(kris/sda)

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geht bei diesem Kampf sunnitische Muslime gegen schiitische Muslime. Der Westen hat sich schon vor Jahrzehnten auf die Seite der Sunniten geschlagen, weil diese mehr Öl haben. Deshalb auch die seit Jahrzehnten stark geförderte Einwanderung von sunnitischen Muslimen nach Europa. Die Schiiten sind auf sich alleine gestellt. Die Sunniten werden auf lange Sicht gewinnen und sich im Jemen, Syrien, Lybien und im Irak alles einverleiben. Der Daesh (IS) könnte zudem als Grossstaat dauerhaft bestehen bleiben.
Im nächsten Schritt wird der Daesh/Sunnitische Islam dann nach Israel, dem christlichen Teil Libanons und nach Europa greifen.
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