Londoner Denkfabrik
IS mit aktueller Strategie nicht zu schlagen
publiziert: Dienstag, 15. Sep 2015 / 13:19 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 15. Sep 2015 / 14:00 Uhr
Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sei mit den derzeit gewählten Mitteln nicht zu schlagen. (Archivbild)
Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sei mit den derzeit gewählten Mitteln nicht zu schlagen. (Archivbild)

London - Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) ist mit den derzeit gewählten Mitteln nicht zu schlagen - zu dieser Einschätzung kommt das Londoner Internationale Institut für Strategische Studien (IISS). Denn die Organisation erweise sich als robust.

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«Die Koalition hat es nicht geschafft, entscheidende Erfolge gegen den IS zu erringen», heisst es in einem am Dienstag veröffentlichten Bericht. IISS-Nahostexperte Emile Hokayem geht davon aus, dass die De-Facto-Teilung Syriens und des Iraks vorerst nicht rückgängig gemacht werden könne. Um die Ausbreitung der IS-Terroristen zu verhindern, müsse der Westen sich auch dem syrischen Machthaber Baschar al-Assad entgegenstellen.

«Die derzeitige Strategie ist höchst fehlerhaft», sagte Hokayem am Dienstag in London. Um dem IS standzuhalten, sei der Westen auf die Kurden und auch auf sunnitische Muslime angewiesen. Daher müsse der Westen «politisch tun, was es braucht, um die Kurden auf seiner Seite zu halten».

Zusätzlich sei die Hilfe sunnitischer Muslime nötig, um zu verhindern, dass die Terroristen sich weiter in sunnitischen Gebieten ausbreiteten. «Und wenn man sunnitische Araber an Bord holen will, braucht man eine politische und militärische Lösung, um das Schicksal Assads in Angriff zu nehmen», sagte Hokayem. Vor dieser «harten Wahrheit» drücke sich der Westen.

Auf der anderen Seite habe sich der IS, der über geschätzt 25'000 Kämpfer verfüge, als «anpassungsfähig und robust» erwiesen, heisst es im Bericht. Die starke Präsenz in lokalen und internationalen Medien, zu der etwa die brutalen Enthauptungen von Geiseln beigetragen hätten, mache die Gruppe für potenzielle Dschihadisten attraktiv.

(cam/sda)

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militärische Stärke des Daesh (IS) ist sein Fanatismus. Das verleiht ihm Kampfkraft, im Gegensatz zu dem unmotivierten Haufen der Syrer und Iraker, eine durchschlagende Wirkung. Eine Lieblingsstrategie des Daesh ist es, Lastwagen mit Sprengstoff zu bepacken und einen Fahrer bzw. Selbstmordattentäter auf den Weg zu schicken.
Eine solch fanatisierte Truppe kann man, sofern man selbst nicht einen vergleichbaren Fanatismus mitbringt, nur mit perfekter Organisation und technischer Überlegenheit besiegen. Die Syrer und Iraker verfügen weder über das eine noch über das andere. Die syrische Armee ist ausgezehrt und abgekämpft und hält sich nur dank der Hizbollah-Milizen über Wasser. Die irakische Armee gibt es eigentlich nur noch auf dem Papier.
Weder Syrien noch Bagdad werden mit diesen Mordbrennern alleine fertig werden. Die alliierten Luftangriffe wirken nur begrenzt. Der Feind hat sich längst auf die Bedrohungslage aus der Luft eingestellt.
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