Heftige Gefechte
IS startet neuen Vorstoss auf Kobane
publiziert: Dienstag, 21. Okt 2014 / 06:33 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 21. Okt 2014 / 07:46 Uhr
Viele Menschen fliehen vor der IS-Terrormiliz.
Viele Menschen fliehen vor der IS-Terrormiliz.

Mürsitpinar - Trotz der jüngsten militärischen Unterstützung für die Kurden in Kobane ist die IS-Terrormiliz erneut auf die umkämpfte syrische Stadt vorgerückt. Nach zwei Selbstmordanschlägen im Norden der Stadt haben die Extremisten Kobane am Montag «an allen Fronten» angegriffen.

7 Meldungen im Zusammenhang
Das erklärte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Die kurdischen Volksverteidigungseinheiten lieferten sich demnach am Abend heftige Gefechte mit den IS-Kämpfern. Die Anschläge im Norden der Stadt sollten offenbar dazu dienen, Kobane von der Türkei abzukoppeln.

Der Kampf um die Stadt hat für die Extremisten hohen symbolischen Charakter: Gelingt es ihnen, sie einzunehmen, würden sie so auch einen Teil der Grenze zur Türkei kontrollieren. Die Dschihadisten hatten zuletzt auch wieder Verstärkung nach Kobane geholt, um den Kampf um die Kurden-Stadt für sich zu entscheiden.

Lage in Kobane unübersichtlich

Die Lage vor Ort ist höchst unübersichtlich. Die Angaben der Beobachtungsstelle, die der syrischen Opposition nahesteht, sind daher von unabhängiger Seite nur schwer überprüfbar.

Die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) versuchen seit Wochen verzweifelt, Kobane zu verteidigen, Zivilisten halten sich kaum noch dort auf. Unterstützt werden die Kurden von einer US-geführten Militärallianz, die mutmassliche IS-Stellungen aus der Luft angreift.

Versorgung aus der Luft

Am Sonntag hatte die US-Armee die Kurden zudem erstmals aus der Luft mit Waffen und Medizin versorgt. Die Kurden profitieren auch von einem Kurswechsel der Türkei, die nun doch ihre Grenze für Peschmerga-Kämpfer aus dem Irak öffnen will, damit diese die Kurden bei der Verteidigung Kobanes unterstützen können.

Die USA begrüssten am Montag die Entscheidung der türkischen Regierung, den Grenzübergang für irakische Kurdenkämpfer zu öffnen. Die Gespräche mit Ankara über eine weitergehende Unterstützung der internationalen Militärkoalition würden fortgeführt, sagte US-Aussenamtssprecherin Marie Harf in Washington.

Angriff auf Kurden-Stadt Kara Tapah

Im Irak selbst griffen die Dschihadisten am Montag die von Kurden kontrollierte Stadt Kara Tapah an. Zehn Menschen wurden nach Angaben der Behörden getötet, die Hälfte der 9000 Einwohner zählenden Stadtbevölkerung floh.

«Wir haben Angst, dass der IS uns einkesselt und diese Stadt in ein zweites Amerli verwandelt», sagte der Bewohner Haidar. Er bezog sich damit auf eine irakische Stadt, die Anfang September von den Dschihadisten erobert worden war.

Die IS-Miliz hatte in den vergangenen Monaten weite Teile im Irak und in Syrien erobert. Für die von ihr kontrollierten Gebiete riefen die Kämpfer ein «Kalifat» aus.

(bg/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Kobane - Vom Irak bis in die Türkei haben Kurden ihren Sieg in Kobane als ... mehr lesen
Die Terrormiliz ISIS soll aus Kobane vollständig vertrieben worden sein. (Archivbild)
Die IS-Terrormiliz versucht seit Wochen, Kobane einzunehmen.
Kobane - Ein Selbstmordattentäter der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat den Grenzübergang von der Türkei zur umkämpften nordsyrischen Stadt Kobane angegriffen. Er habe sich im ... mehr lesen
Luftwaffenbasis Macdill/Washington ... mehr lesen 1
Die IS treiben sich zur Zeit vor allem im Westen Kobanes herum.
Damaskus - Die Türkei gestattet nach Angaben ihres Präsidenten Recep Tayyip Erdogan rund 200 kurdischen Peschmerga-Kämpfern aus dem Irak die Einreise nach Syrien. Erdogan sagte am ... mehr lesen
Washington/Kobane/Istanbul - Die ... mehr lesen
Weitere Artikel im Zusammenhang
Washington - US-Flugzeuge haben ... mehr lesen 1
Mürsitpinar - In der nordsyrischen ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Über 500 Menschen waren an der Übung beteiligt.
Über 500 Menschen waren an der Übung beteiligt.
Übung mit 500 Helfern  Mit einem simulierten Attentat im Stade de France ist am Dienstag ein Worst-Case-Szenario für die EM in Frankreich durchgespielt worden. mehr lesen 
Keine unabhängigen Informationen  Beirut - Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat ihre Offensive im Norden Syriens am Dienstag fortgesetzt. ... mehr lesen   1
Idlib wurde mindestens sieben Mal aus der Luft angegriffen.
Erster Weltkrieg  Hamburg - Zum 100. Jahrestag der Skagerrak-Schlacht haben Deutschland und Grossbritannien am Dienstag gemeinsam der tausenden Toten des grössten Seegefechts der Geschichte gedacht. mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Fr Sa
Zürich 2°C 4°C Schneeregenschauerleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen wolkig, aber kaum Regen
Basel 3°C 5°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen wechselnd bewölkt, Regen
St. Gallen 1°C 2°C wolkig, wenig Schneeleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen wolkig, aber kaum Regen
Bern 1°C 3°C Schneeregenschauerleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig trüb und nass wolkig, aber kaum Regen
Luzern 2°C 5°C Schneeregenschauerleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen wolkig, aber kaum Regen
Genf 2°C 4°C Schneeregenschauerleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig anhaltender Regen wechselnd bewölkt, Regen
Lugano 2°C 6°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Schneeregenschauer wolkig, aber kaum Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten