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IV-Betrüger zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt
publiziert: Freitag, 27. Mrz 2009 / 21:27 Uhr / aktualisiert: Freitag, 27. Mrz 2009 / 22:20 Uhr

Mendrisio - Eine 55-jährige Serbin und ihr 60-jähriger Gatte sind in Mendrisio zu je zwei Jahren Gefängnis bedingt auf zwei Jahre verurteilt worden. Das Gericht befand sie des IV-Betrugs sowie der Urkundenfälschung für schuldig.

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Beobachtungen im Untersuchungsgefängnis legten eine Simulation nahe.
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1 Meldung im Zusammenhang
Die zweifache, in Locarno wohnhafte Mutter hatte sich im Mai 1993 bei der Arbeit in einer Küche in einem Hotel in Porto Ronco bei Ascona mit Natronlauge die Arme und Hände veräzt. Einige Wochen später erklärten sie Ärzte für genesen.

Im August 1993 suchte die Frau erneut den Arzt auf: Ihre Narben waren aufgeplatzt. Die Frau beklagte sich in der Folge über zunehmende Schmerzen und wurde arbeitsunfähig. Sie erhielt von der Ausgleichskasse, der staatlichen Sozialversicherung und privaten Versicherern insgesamt über 800'000 Franken.

Verletzungen sich selbst zugefügt

Die Verurteilte habe sich ihre Verletzungen selbst zugefügt und simuliere die Beschwerden, kam das Gericht zum Schluss. Ihr Ehemann habe ihr dabei geholfen. Das Gericht stützte sich in seinem Entscheid unter anderem auf ein Video, das die Frau im Frühjahr 2007 in Serbien beim Verrichten von Haus- und Gartenarbeiten zeigt.

Dass die Frau simulierte, legten auch Beobachtungen der Aufseher und des medizinischen Personals des Untersuchungsgefängnisses in Lugano nahe.

(ht/sda)

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