IV-Chef verteidigt umstrittene Plakatkampagne
publiziert: Donnerstag, 5. Nov 2009 / 13:25 Uhr / aktualisiert: Samstag, 28. Nov 2009 / 12:50 Uhr

Bern - Die Invalidenversicherung (IV) verteidigt die umstrittene Plakatkampagne, die seit Tagen mit behindertenfeindlichen Sprüchen für Aufsehen sorgt. Laut IV-Chef Alard du Bois-Reymond können nur Provokationen die Tabus und Vorurteile gegenüber Behinderten brechen.

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IV-Chef Alard du Bois-Reymond: Ihm war bewusst, dass die Plakat-Kampagne heikel ist.
IV-Chef Alard du Bois-Reymond: Ihm war bewusst, dass die Plakat-Kampagne heikel ist.
4 Meldungen im Zusammenhang
Er sei sich immer bewusst gewesen, dass die IV mit dieser Kampagne an die Grenze gehe, sagte du Bois-Reymond vor den Medien in Bern. Für viele sei gar eine Schmerzgrenze erreicht oder überschritten worden. Bei Behinderten, die sich verletzt fühlten, möchte er sich entschuldigen, sagte er.

Für zahlreiche Behindertenorganisationen wurde mit der so genannten Teaser-Kampagne eine Grenze überschritten. Mit unkommentierten und anonymen Sprüchen wie «Behinderte liegen uns nur auf der Tasche» würden solche Vorurteile bloss zementiert. Die Behinderten würden zu Objekten degradiert.

Ins richtige Licht gerückt

Erst heute Donnerstag wurden die Plakat-Sprüche mit Zusätzen ins richtige Licht gerückt. So prangt unter dem oben zitierten Spruch seither in einer anderen Farbe der Zusatz: «wenn wir ihre Fähigkeiten nicht nutzen». Seit heute Donnerstag wird auch erstmals die IV als Auftraggeberin der Plakate genannt.

Der Leiter des Geschäftsfelds IV des Bundesamts für Sozialversicherungen (BSV) zeigte sich hingegen überzeugt, mit der Art der Kampagne richtig zu liegen. Ziel der IV sei die Wiedereingliederung von möglichst vielen Behinderten in die Arbeitswelt, erklärte du Bois-Reymond. Um das zu erreichen, müsse bei den Nichtbehinderten ein Denkprozess ausgelöst werden.

Kein breiter Akzeptanz-Test bei Behinderten

Vertreter von Behindertenorganisationen, die an der Medienkonferenz anwesend waren, befürchten gegenteilige Reaktionen. Mit diesen Sprüchen würden die Vorurteile noch zementiert. Die IV-Verantwortlichen räumten ein, dass dieses Risiko bestehe, dass man im Dienste der Sache aber damit leben müsse. Auch sei die Akzeptanz der Kampagne bei Behinderten nicht breit getestet worden.

Nicht alle Behinderte stossen sich an der Kampagne. Der Leiter des Zentrums für selbstbestimmtes Leben Peter Wehrli, der selber auf den Rollstuhl angewiesen ist, beglückwünschte die IV für den Mut. «Endlich hat die IV den Stier bei den Hörnern gepackt», sagte er.

(tri/sda)

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Behinderung ist halt Deutsch ...
... und besagt, was wir Deutschsprachigen von Geburt an darunter verstehen. Es ist ein keinerlei diskriminierendes Wort!

PS: Das mag übersetzt auf Französisch, Italienisch, Englisch, Spanisch, Türkisch oder Koratisch oder Arabisch oder ........ anders seîn. Aber auf Deutsch ist es für mich klar ausgedrückt und entspricht dem Zustand eines solchen Menschen! Zudem sprechen wir ja hier Deutsch ....
Einverstanden, Midas
Vor Jahrzehnten nannte man sie Krüppeli o.ä., dann INVALIDE (invalid laut Wörterbücher = wertlos, ungültig) also auch total daneben, so wie auch das Wort Invaliden - Versicherung (valid = gültig) Heute unterscheidet man zwischen geistiger und körperlicher Behinderung.
Nie vergessen
Ich glaube immer noch, das beste Argument ist den Leuten immer wieder aufzuzeigen dass jeder von uns durch einen Schlaganfall oder Unfall innert Sekunden selbst zum IV-Bezüger werden kann. Das sollten wir einfach nie vergessen.

Das "Produkt" in diesem Fall heisst übrigens Solidarität für Leute mit einem Handicap (ich mag das Wort Behinderte nicht und bin ausnahmsweise für Anglizismus).
Toi, toi, toi Sanat!
Wünsche weiterhin viel Mut und Durchsetzungsvermögen zur Verwirklichung der Träume! Und die darf man ja wirklich noch haben! Sensible Menschen mit Empathie und Herz haben es leider nicht leicht, sich in dieser materialisierten, technologisierten und geldgierigen Welt zu behaupten. Alles Gute und viel Genugtuung!
Falsche Hoffnungen!
Die Werbebranche geht angeblich noch immer davon aus, dass Werbung in jedem Fall wirksam sei, wenn die Menschen auf das 'Produkt' aufmerksam gemacht würden, und je mehr über dieses geredet würde. Ob POSITIV oder NEGATIV sei egal. Meiner Meinung nach ist dies ein absoluter Trugschluss! Ich bojkotierte schon viele Produkte, die sich dieser umstrittenen und unerwünschten Werbemethode wie der IV bedienten!

Doch - wen soll ich im Fall IV bojkotieren??
Mir passt der Stil gewisser dieser Plakate auch nicht!
Aber es scheint der Stil der härteren Gangart zu sein, die zur Zeit so nur noch verstanden wird .... Ich hoffe nicht, dass wir jetzt bei jeder kritischen Abstimmung solche Schmierereien zu sehen bekommen ...
Kann ja nur
Ich kann ja nur meine Meinung schreiben Thomy. Mir passt der Stil dieser vier Plakate nicht. Aber meine Meinung ist ja auch nicht massgebend.

Er steht für mich eben genau dafür, dass unsere Gesellschaft offensichtlich so abgestumpft ist dass nur noch der starke Schreier und Provokateur gehör findet. Da keine Produkte verkauft werden, können Sie den Erfolg nur an der Spaltengrösse der freien Berichte durch Provokation effektiv messen und genau so wird es von den Werbeagenturen verkauft.

Aber eben. Steht ja auch als Sinnbild für den Rest. Jugendlicher verprügelt Familienvater auf offener Strasse, reisst ja auch niemanden mehr vom Hocker und Werbung passt sich immer den Tendenzen an.
Die so genannte 'bessere Werbung' ist leider schon viele Male ..
... gelaufen ... und hat kaum Wirkung gezeigt auf harte Gemüter - Auch diese sollten langsam weicher, menschlicher werden! Meine ich ... mann/frau redet jetzt endlich wenigstens darüber und denkt sich vielleicht doch noch etwas dazu!
Besseres verdient
Ich habe weder die IV noch die Leistungen kritisiert, noch teile ich die Meinung von Olaf12 in dieser Art.

Ich finde nur den Plakatstil daneben und sehe durch Minarettplakat, Blutplakat, IV-Plakat und Religionsplakat (kein Gott) dass es offensichtlich einen regelrechten "Provokations-Trend" gibt. Das ist also das 4. solche Plakat in Folge.

Das finde ich daneben. Wenn nur noch mit solchen Provokationswerbungen Erfolge erzielt werden können, dann fällt den Werbern offensichtlich nichts mehr ein. Meine persönliche Meinung ist, dass körperlich Benachteiligte eine besser Werbung verdient hätten.
Bin Auch eine Behinderte
İch Bin Zwar auch eine Behinderte aber mache was aus mir und meiner mitmeschen,
ich frag mich warum IV das nicht kann.ich ging in die sonder schule weil IV da mitgespielt hat im Jahre 1991 Sie zeigten Mir Zwei bilder in einem gab es schmeterling im zweiten gab es eine Blume, sie fragten mich was die sind ich sagte schmeterling und bulme aber was sie vom einem mädchen das 6,5 jahre alt war, wissen wollten ist zu welcher sorte das... Das Schmeterling und Blume gehörten ich weiss nicht mal heute zu welcher schmeterlings sorte das..Das gehörte aber was die blume an geht jetzt weiss ich es... Es was eine Tulpe eine Lila Tuple. Die sonderschule in dem war ist in meinem augen das schlimmste schule Den Die Schüler/inen lernten dort in meinem jahr fast Nichts auser wäsche waschen kochen ab wäschen ab Trocknen Und Die Schüler der Maurerschule In Winterthur wurden auch abgeschlagen von einer Lehrer ganz besonders. wenn WIR AUF TASCHE DER IV SIND warum machen sie dann nichts dafür das es uns besser geht Ich wollte bessere ausbildung haben um mal eine Schauspielerin zu werden und Nicht in einem Geschützten werkstatt noch in Schaffhausen mein IV Anlehre machen Noch In Dübendorf arbeiten ich habe auch meine Träume wie jeder andre auf dieser Welt, aber habe vor Monaten einen antrag an Die IV zusammen Mit meiner Arzt geschickt für eine neue und bessere ausbildung für eine bessere lehrstelle für das zweit beste traum und begabung von Mir für das kleidungs und schmuck Disein's aber hörte nicht's und jetzt letzten Mittwoch haben ich und mein arzt schon wieder einen antrag geschikt. nun hoffe ich das ich eine antwort bekomme den ich mache was aus mir selbst und möchte auch mehr machen und obwohl ich teilweise körperliches behinderung habe, bin ich zu viel für einen Geschützten Werkstatt das heisst auch für eine Stiftung. das sagen auch meine CHEFS das ich viel zu gut bin für eine sollche stelle und Ich bin mir auch so zimmlich sicher das solche behinderte noch mehr gibt. das sag ich nicht an die IV sondern an alle menschen die noch menschliches gefühl besitzen Ihr solltet mal einfach mal einen besuch in einer sonder schule machen ob jetzt für körperlich oder geistig behinderten schulen oder in einer Stiftung aber macht erst dann könnt ihr zu sehen wie es dort vor geht aber bitte kündigt euch zu vor bitte nicht an den dann könen lehrer/inen Chefen/inen euch nicht so einfach was vorspielen.
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