IV schliesst mit geringerem Defizit ab
publiziert: Donnerstag, 4. Okt 2007 / 16:22 Uhr

Bern - Die Invalidenversicherung (IV) hat 2006 fast 11,5 Milliarden Franken ausgegeben. Das Defizit belief sich auf rund 1,6 Mrd., das sind 10 Prozent weniger als 2005. An knapp 470'000 Personen wurden individuelle Leistungen ausbezahlt.

Rund 425'000 in der Schweiz wohnhafte Menschen beziehen IV-Leistungen.
Rund 425'000 in der Schweiz wohnhafte Menschen beziehen IV-Leistungen.
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Die Renten machten mit 6,4 Mrd. Franken den Löwenanteil bei den Ausgaben aus.

Die restlichen Ausgaben ergaben sich hauptsächlich aus den Taggeldern, Hilflosenentschädigung, individuellen Eingliederungsmassnahmen oder Zahlungen an Organisationen der Behindertenhilfe.

Von den knapp 470'000 Leistungsbezügern waren 270'000 Männer und 200'000 Frauen. 425'000 waren in in der Schweiz wohnhaft, der Rest im Ausland.

Bei den 425'000 in der Schweiz wohnhaften IV-Leistungsbezügern (2005 waren es 435'000) handelte es sich je zur Hälfte um Bezüger von individuellen Eingliederungsmassnahmen und von Renten.

Vor allem ältere Männer betroffen

In der Schweiz lag die Wahrscheinlichkeit, eine IV-Leistung zugesprochen zu erhalten (individuelle Eingliederungsmassnahme und Rente) im Jahr 2006 bei 6,8 Prozent, im Jahr 1992 lag diese Wahrscheinlichkeit bei 4,6 Prozent.

Bei der IV-Rente allein lag die Wahrscheinlichkeit, eine solche zu erhalten, bei 5,3 Prozent der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter. 1992 lag sie bei 3,2 Prozent. Am meisten betroffen sind ältere Männer: Einer von fünf Männern kurz vor der Pensionierung ist IV-Rentner.

Die Hauptursache für Invalidität liegt vor allem in Krankheiten begründet (201'000 Personen), wogegen Geburtsgebrechen (28'000) und Unfälle (24'000) als Invaliditätsursache nur eine untergeordnete Rolle spielen.

(rr/sda)

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