IWF und Weltbank machen Hilfszusage an Irak
publiziert: Montag, 14. Apr 2003 / 18:49 Uhr

Washington/Paris - Der Internationale Währungsfonds (IWF) und die Weltbank wollen sich so schnell wie möglich einen Überblick über die wirtschaftliche Lage und die Kriegsschäden in Irak verschaffen. Die Organisationen sicherten dem Land ihre Hilfe zu.

Weltbankpräsident James Wolfensohn.
Weltbankpräsident James Wolfensohn.
Sobald es die Umstände erlaubten, würden Experten von IWF und Weltbank nach Irak reisen, kündigte der südafrikanische Finanzminister Trevor Manuel als Vorsitzender des gemeinsamen Entwicklungsausschusses in Washington an.

Zum Abschluss der Frühjahrstagung von IWF und Weltbank sagte Weltbank-Präsident James Wolfensohn, die Finanzinstitutionen seien zur Hilfe beim Wiederaufbau bereit. Wie die G-7-Finanzminister hatte sich der IWF am Wochenende für eine UNO-Resolution als Grundlage für die Nachkriegsordnung in Irak ausgesprochen.

Nach den Plünderungen irakischer Museen forderte die UNESCO als Sofortmassnahme eine Polizeitruppe für den Schutz von Kulturgütern im Land. Die internationale Gemeinschaft solle sich an der Finanzierung dieser Polizeitruppe beteiligen.

Die UNESCO will ausserdem zur Einschätzung der Schäden eine Experten-Delegation nach Irak entsenden, wie der stellvertretende Generaldirektor der UNO-Organisation für Erziehung, Wissenschaft und Kultur, Mounir Bouchenaki, in Paris sagte.

Der Zeitpunkt einer Reise sei noch nicht festgesetzt, sagte Bouchenaki weiter. In dieser Woche werde über die Zusammensetzung der Delegation beraten. Wir benötigen Experten für die Ausgrabungsstätten, für Museen und für Monumente, sagte Bouchenaki.

Die UNESCO hatte in einem dringenden Appell britische und amerikanische Behörden aufgefordert, Sofortmassnahmen zum Schutz irakischer Kulturgüter zu ergreifen.

(bert/sda)

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