«Ich werde auch wieder Turniere gewinnen»
publiziert: Dienstag, 14. Mrz 2006 / 07:42 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 14. Mrz 2006 / 09:00 Uhr

Die Faszination des Comebacks von Martina Hingis hat auch die USA erfasst. Der 25-jährigen Ostschweizerin gebührte in Indian Wells bislang alle Aufmerksamkeit.

Martina Hingis bekommt von Tag zu Tag mehr Lust aufs Tennisspielen.
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Und Hingis weiss, dass nicht mehr viel fehlt, bis sie Turniere wie dieses wieder gewinnen kann.

Am Sonntagnachmittag mussten Justine Henin-Hardenne und Lindsay Davenport, die Nummern 1 und 2 des Turniers, auf die Aussenplätze. Die Partie von Martina Hingis fand als einziges Frauenspiel auf dem Centre Court statt. Hingis: «Mich überraschte das auch. Nie und nimmer rechnete ich damit, bei diesem umfassenden Programm erneut auf dem Centre Court zu spielen.»

Weniger überrascht ist Hingis nach zweieinhalb Monaten und sechs gespielten Turnieren über die «Kadenz» ihres Comebacks. Etwa so habe sie alles erwartet. «Überrascht bin ich nicht mehr», sagte Hingis. «Mittlerweile bin ich äusserst zufrieden, denn alles läuft wie am Schnürchen. Ich schlug schon starke Spielerinnen wie Scharapowa oder Kusnezowa. Und ich weiss: Es wird noch besser kommen. Momentan gelingt es mir noch nicht, Turniere durchzustehen. Aber ich bin überzeugt, dass ich wieder Turniere gewinnen werde. Es ist eine Frage der Zeit. Und sollte es nicht klappen, geht die Welt auch nicht unter.»

Lust von Tag zu Tag grösser

Für Hingis ist das Comeback in jedem Fall ein Grosserfolg. Im vergangenen Jahr wurde die Lust auf eine Rückkehr von Tag zu Tag und mit jedem Teilerfolg (ob im amerikanischen Interclub gegen Top-100-Spielerinnen oder im Training gegen Justine Henin-Hardenne) grösser. Ein Schlüsselereignis gab es nicht, das sie zum Comeback bewegte: Aber hier ein Freund und dort ein Doktor machten ihr Mut. Hingis: «Ich bin froh, dass ich das Comeback wagte, sonst hätte ich mir mit 30 vorwerfen müssen, es nicht mehr versucht zu haben.»

Wo immer Hingis heuer auch antrat, stets stand das Publikum, das im Finish der ersten Karriere ihre Gegnerinnen unterstützte, wie ein Mann hinter ihr. «Dieser Support ist fantastisch», so Hingis. «Früher stand ich mehr als einmal auf der anderen Seite des Netzes, wurde ausgebuht und ausgepfiffen. Umso mehr geniesse ich jetzt die Unterstützung. Aber das ist nichts Aussergewöhnliches. Monica Seles, Steffi Graf und Jennifer Capriati erlebten bei ihren Comebacks das gleiche.»

Gegen Davenport

Im Achtelfinal in Indian Wells wird Hingis´ Support erstmals auf die Probe gestellt. Sie trifft in der kalifornischen Oase auf die Kalifornierin Lindsay Davenport, die im Heimturnier sechsmal den Final erreichte. «Riesig» freue sie sich, gegen Lindsay zu spielen, sagte Martina, gegen die Nummer 1 des letzten Jahres und einzige Spielerin aus den Top 5, die ihr in den ersten sechs Turnieren noch nicht über den Weg lief. Hingis: «Wir spielten so oft gegeneinander, und es waren stets ausgezeichnete Partien. Meist gewann die Siegerin danach auch das Turnier oder hatte zumindest gute Chancen auf den Pokal.»

Das änderte sich im Oktober 2001 in Filderstadt im letzten Duell Hingis vs. Davenport: Mit einem doppelten Bänderriss kam Hingis aus diesem Spiel heraus -- der Anfang vom Ende der ersten Karriere. Wegen der Verletzung verlor Hingis damals in der Nähe Stuttgarts die Nummer 1 in der Weltrangliste, die sie nie mehr zurückerobern konnte. Ein halbes Jahr später setzten Niederlagen ein gegen Widersacherinnen, die sie zuvor «mit links» besiegt hatte -- die erste im März 2002 gegen Daniela Hantuchova im Final in... Indian Wells.

(Rolf Bichsel, Indian Wells/Si)

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