Ignazio Cassis für Tessiner FDP im Rennen
publiziert: Mittwoch, 18. Aug 2010 / 22:16 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 19. Aug 2010 / 07:55 Uhr
Nationalrat Ignazio Cassis glaubt nicht an seine Chancen. (Archivbild)
Nationalrat Ignazio Cassis glaubt nicht an seine Chancen. (Archivbild)

Sementina - Der Tessiner Nationalrat Ignazio Cassis will in die Fussstapfen von Bundesrat Hans-Rudolf Merz treten. Die Delegierten der Tessiner FDP haben am Mittwochabend in Sementina grünes Licht für die Kandidatur des 49-jährigen Arztes gegeben.

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Die per Akklamation erfolgte Nominierung von Cassis, der seit 2007 im Nationalrat sitzt, war unumstritten, da sich andere potentielle Kandidaten der Tessiner FDP nicht auf das Unterfangen einlassen wollten.

Abgewunken haben etwa FDP-Präsident Fulvio Pelli, die Regierungsräte Laura Sadis und Gabriele Gendotti, alt Regierungsrätin Marina Masoni, Nationalrat Fabio Abate sowie Carla Speziali, die Stadtpräsidentin von Locarno.

Wenig Erfahrung

Cassis ist sich bewusst, dass seine Erfolgschancen gering sind, «schliesslich habe ich keine Salami auf den Augen». Er hält es aber aus Gründen des nationalen Zusammenhalts für wichtig, dass die italienische Schweiz ihre Ansprüche auf eine Vertretung in der Landesregierung mit einer Kandidatur unterstreicht.

Wenn man nichts wage, komme man nirgendwo hin, sagte Cassis, der sich den über 100 Delegierten als politischer Quereinsteiger präsentierte.

Cassis war im Tessin elf Jahre lang als Kantonsarzt tätig gewesen; seit 2008 ist er Vizepräsident der Ärztevereinigung FMH. Über Erfahrung in einer Exekutive verfügt er keine.

Rückzug möglich

FDP-Kantonalpräsident Walter Gianora zeigte sich über Cassis' Kandidatur erfreut. Wichtig sei, dass der Kanton Tessin nur einen Kandidaten ins Rennen schicke und kompakt auftrete.

Der Weg für Cassis in die Landesregierung sei steil. Aber mit einer Winnermentalität könne man das Ziel Schritt für Schritt erreichen, sagte Gianora.

Ähnlich äusserte sich Fulvio Pelli, der seine Sektion aufgefordert hatte, einen Kandidaten ins Rennen zu schicken: «Manchmal schafft ein Aussenseiter die Überraschung.»

Cassis will indes nicht mit dem Kopf durch die Wand. Falls sich im Laufe des Nominationsverfahrens herausstellen sollte, dass ein anderer Kandidat der FDP für das Amt des Bundesrates besser geeignet sei als er, dann werde er sich zurückziehen, sagte Cassis.

(bert/sda)

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