Von Tunesien via Fähre über Mailand in die Schweiz
Illegale Einreise mit FCZ-Car - 30 Stunden im Radkasten
publiziert: Dienstag, 8. Feb 2011 / 13:07 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 8. Feb 2011 / 13:23 Uhr
An dem Fahrwerk dieses Cars klammerte sich der Tunesier 30 Stunden lang.
An dem Fahrwerk dieses Cars klammerte sich der Tunesier 30 Stunden lang.

Zürich - Wegen der Unruhen in Tunesien holte der Zürcher Fussballclub FCZ seinen Reisecar mit einiger Verspätung von Tunesien zurück in die Schweiz. Wie sich nun herausstellte, wurde die Rückreise des FCZ-Cars für eine illegale Ausreise benutzt.

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Ein 21-jähriger Tunesier hatte die Gunst der Stunde genutzt und sich in den Radkasten des Cars verkrochen, um so in die Schweiz zu gelangen. Wie die Stadtpolizei Zürich am Dienstag mitteilte, hat der Mann die Reise offenbar unverletzt überstanden.

Der Mann habe sich auf ein Blech gelegt und an mehreren Kabeln festgehalten, während der Car vom Ort des Trainingscamps nach Tunis, mit der Fähre nach Genua und weiter auf dem Landweg ohne Halt via Mailand nach Zürich gefahren wurde. 30 Stunden harrte der junge Mann so aus.

Wie er das schaffte, sei momentan noch unklar, sagte Marco Cortesi, Sprecher der Stadtpolizei auf Anfrage der SDA. Der Raum sei sehr eng gewesen, der Mann habe sich regelrecht reinzwängen müssen.

Putzequipe alarmierte die Polizei

Aufgeflogen war der Tunesier, als er am letzten Samstag frühmorgens aus dem Radkasten kroch und auf die Putzequipe traf, die den Bus reinigen wollte. Er schlich davon, wurde aber kurz darauf von der vom Putzpersonal alarmierten Stadtpolizei festgenommen.

Der Mann wies sich mit einer tunesischen Identitätskarte aus und wurde für weitere Abklärungen auf den Posten mitgenommen. Nach der polizeilichen Befragung wurde der Mann wegen illegaler Einreise in die Schweiz der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat übergeben.

Die Spieler und Trainer des FCZ kehrten am 16. Januar von ihrem Trainingslager in Sousse, Tunesien, in die Schweiz zurück. Wegen der Unruhen wurde das Trainingscamp eine Woche früher als geplant beendet. Der Reisecar konnte erst drei Wochen später in die Schweiz zurückgeholt werden.

(dyn/sda)

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