Illegale Einwanderung steigt weiter an
publiziert: Dienstag, 22. Jul 2003 / 07:33 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 22. Jul 2003 / 09:12 Uhr

Bern - Die Schweiz gewinnt weiter an Anziehungskraft für illegal einreisende Asylbewerber und Arbeitsuchende. Im ersten Halbjahr hat das Grenzwachtkorps 4042 solche Personen angehalten.

Schweizerzollbeamte beschlagnahmten im Jahre 2002 46 Kg Heroin.
Schweizerzollbeamte beschlagnahmten im Jahre 2002 46 Kg Heroin.
Diese stammten vorwiegend aus Afrika, Asien und dem Balkan.

Das bedeutet eine Zunahme von 25 Prozent gegenüber 2002, wie aus dem am Dienstag publizierten Halbjahresbericht des Grenzwachtkorps (GWK) hervorgeht.

700 Mal täglich hat das GWK im Durchschnitt interveniert und täglich 95 Personen der Polizei übergeben.

In den ersten sechs Monaten 2003 nahm das GWK 16 980 polizeilich gesuchte Personen an der Grenze fest. Die Gründe reichen von nicht bezahlten Bussen bis hin zum Tötungsdelikt.

Wegen fehlender Visa oder Reisedokumente wurden rund 50 000 Personen zurückgewiesen. Es konnten 957 gefälschte Ausweise sichergestellt werden.

Rekordmengen Kokain

Mehr als verdoppelt hat sich die Mege der vom Schweizer Zoll beschlagnahmten Menge Kokain. Es konnten seit Jahresbeginn total 46 Kilogramm (Vorjahr: 20 Kilo) sichergestellt werden.

Insgesamt nahm jedoch im Vergleich zum Vorjahr die Zahl von aufgedeckten Verstössen gegen das Betäubungsmittelgesetz von 2445 auf 2015 ab.

In knapp 17 000 Fällen mussten die Grenzer wegen Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsgesetz eingreifen. Ausserdem ahndeten sie bei der Wahrung verschiedener Fiskalaufgaben an der Grenze rund 7000 Zoll- und Mehrwertsteuervergehen.

Gewalt nimmt zu

Sorgen bereitet den Grenzwächtern gemäss Medienmitteilung "die grosse Gewaltbereitschaft" ihnen gegenüber.

Im ersten Halbjahr 2003 wurden 38 Kontrollen durchbrochen. 47 Personen füchteten während einer Kontrolle, und 247 entzogen sich einer Kontrolle, indem sie beim Erblicken der Grenzpolizei frühzeitig ihr Fahrzeug wendeten.

344 Mal wurden Grenzwächter beschimpft und 7 Mal tätlich angegriffen. Der Pfefferspray musste 6 Mal eingesetzt werden. In einem Fall musste von der Schusswaffe Gebrauch gemacht werden.

(bsk/sda)

 
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