Illegale Musikdownloads gehen zurück
publiziert: Montag, 10. Mrz 2008 / 16:49 Uhr / aktualisiert: Montag, 10. Mrz 2008 / 17:15 Uhr

Berlin - Deutsche Internetnutzer haben 2007 weniger Musik illegal heruntergeladen als im Vorjahr. Dies belegt eine bislang noch unveröffentlichte Studie, die im Auftrag des Bundesverbandes Musikindustrie durchgeführt worden ist.

Den verzeichneten Rückgang verbucht die Musikindustrie dabei als Erfolg für sich.
Den verzeichneten Rückgang verbucht die Musikindustrie dabei als Erfolg für sich.
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Demnach sind im vergangenen Jahr 312 Mio. Musiktitel unrechtmässig heruntergeladen worden, das sind um 62 Mio. weniger als im Jahr 2006. Laut der so genannten Brennerstudie haben 2007 somit erstmals mehr Menschen legale als illegale Musikdownload-Angebote im Internet genutzt.

Doch sei noch immer rund zehnmal mehr unrechtmässig erworbene Musik im Umlauf als rechtmässig erworbene. Weiter ist der Untersuchung zu entnehmen, dass jeder zweite Deutsche regelmässig CDs oder DVDs brennt. Die Zahl gebrannter Rohlinge sei allerdings von 766 Mio. im Jahr 2006 auf 685 Mio. gesunken.

«Unser Ziel ist es, die Internetpiraterie auf ein tolerables Mass zu reduzieren», sagt Dieter Gorny, Vorsitzender des Bundesverbandes Musikindustrie gegenüber dem Spiegel. Dabei setze man neben der individuellen Rechtsverfolgung vor allem auf mehr Verantwortung bei den Providern.

Massiver rechtlicher Druck im letzten Jahr

«Nur weil man an ein Lied kein Preisschild hängen kann, kostet es trotzdem Geld», betont Gorny. Wie diese aufgrund der aktuellen Gesetzeslage stärker in die Kontrolle der Nutzer eingebunden werden kann, ist derzeit aber nicht bekannt.

Den verzeichneten Rückgang verbucht die Musikindustrie dabei als Erfolg für sich. «Wir führen das auf den massiven rechtlichen Druck im letzten Jahr zurück», erklärt Gorny. «Generell ist die Verfolgung von Piraterie aber nur einer der Kernpunkte unserer Strategie», stellt Daniel Knöll, Sprecher des Bundesverbands Musikindustrie fest.

Aufklärungsarbeit

Ein weiterer wesentlicher Punkt sei zudem die verstärkte Aufklärungsarbeit. «Wir gehen beispielsweise mit Aufklärung zum Thema illegale Musikdownloads auch an Schulen, um schon früh bei den Nutzern ein ausgeprägteres Bewusstsein für diese Problematik schaffen zu können», schildert Knöll.

Erst vergangene Woche hatte der Bundesverband Musikindustrie den höchsten Stand an Musikkäufern der vergangenen fünf Jahre verkündet. Dieser ist laut vorgelegtem Bericht im Jahr 2007 leicht von 40,2 auf 41,4 Prozent gestiegen.

Insbesondere gewachsen sei demnach der Anteil der jugendlichen Käufer zwischen zehn und 19 Jahren. Hier wurde in allen Repertoiresegmenten ein Zuwachs verzeichnet. Auszüge aus der Brennerstudie sollen am kommenden Donnerstag im Rahmen der Jahrespressekonferenz des Bundesverbands Musikindustrie in Berlin vorgestellt werden.

(fest/pte)

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