Im Atomstreit fordert Bundesrätin Calmy-Rey diplomatische Lösung
publiziert: Samstag, 17. Mai 2003 / 09:31 Uhr

Seoul - Bundesrätin Micheline Calmy-Rey hat sich in Pjöngjang für eine diplomatische Lösung im Atomstreit zwischen Nordkorea und den USA ausgesprochen.

Calmy-Rey will die Verhandlungen vorantreiben.
Calmy-Rey will die Verhandlungen vorantreiben.
Die Aussenministerin äusserte sich bei einem Treffen mit ihrem nordkoreanischen Kollegen Paek Nam Sun, wie die nordkoreanische Agentur KCNA meldete. Die Schweiz unterstreicht die Notwendigkeit, dass die alle Fragen betreffend der koreanischen Halbinsel auf dem Verhandlungsweg gelöst werden, sagte Calmy-Rey laut KCNA.

Paek erklärte seinerseits, Nordkorea wolle die freundschaftlichen Beziehungen und die Zusammenarbeit mit der Schweiz in zahlreichen Bereichen verstärken. Unter anderem sprach er die nationale Souveränität und das Nicht-Einmischen in interne Angelegenheiten an.

Die Vorsteherin des Eidg. Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) war am Freitag in Nordkoreas Hauptstadt Pjöngjang eingetroffen. Am Dienstag wird sie nach Südkorea weiterreisen und dabei die Demarkationslinie zwischen den beiden koreanischen Staaten überschreiten.

Die Linie wird unter anderem auch von fünf Schweizerin bewacht. Die Schweiz ist Mitglied der Neutralen Überwachungskommission (NNSC) für Korea, die seit 1953 den Waffenstillstand kontrolliert. Die Eidgenossenschaft ist in Pjöngjang mit einem Koordinationsbüro der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) vertreten.

(rr/sda)

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