Im Kanton Bern bleibt es beim Stimmrechtsalter 18
publiziert: Sonntag, 29. Nov 2009 / 21:52 Uhr

Bern - Im Kanton Bern können junge Leute auch weiterhin erst ab 18 Jahren wählen und abstimmen. Das Stimmvolk des Kantons Bern hat an der Urne Stimmrechtsalter 16 klar abgelehnt. 265'554 Stimmberechtigte sagten Nein zu einer Verfassungsänderung, 87'504 stimmten zu.

Das Komitee Ja zum aktiven Stimmrechtsalter 16 reagierte enttäuscht. (Symbolbild)
Das Komitee Ja zum aktiven Stimmrechtsalter 16 reagierte enttäuscht. (Symbolbild)
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Der Nein-Stimmenanteil entspricht damit 75,2 Prozent. Sämtliche 26 bernischen Amtsbezirke verwarfen die Vorlage. Durchwegs ein deutliches Nein resultierte auch in den Städten. So sagten etwa in der Stadt Bern 59,1 Prozent der Stimmenden Nein. Die Stimmbeteiligung betrug 50,0 Prozent.

Das Komitee Ja zum aktiven Stimmrechtsalter 16 reagierte enttäuscht. Im Windschatten der Anti-Minarett-Initiative sei es schwierig gewesen, die Stimmberechtigten zu erreichen, erklärte es in einer Mitteilung.

Die zivilrechtliche Mündigkeit

Die bernische Regierung hatte Stimmrechtsalter 16 befürwortet. Sie erklärte sich das Nein vor allem mit dem Hauptargument der Gegner, wie Staatsschreiber Kurt Nuspliger sagte. Die Gegner hatten erklärt, die zivilrechtliche Mündigkeit müsse mit dem Stimm- und Wahlrecht übereinstimmen.

Überrascht sei die Regierung über das Resultat nicht, so Nuspliger weiter. Er verwies auf die Resultate der Abstimmungen in den Kantonen Basel-Stadt und Uri im Frühling dieses Jahres, wo zweimal ein klares Nein resultierte.

Nach dem Nein im Kanton Bern kennt in der Schweiz somit weiterhin nur der Kanton Glarus Stimmrechtsalter 16. Die Landsgemeinde genehmigte es im Jahr 2007.

(zel/sda)

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