Für Jugendliche angedacht
Im Kosovo beginnt Schweizer Freiwilligenprojekt
publiziert: Montag, 16. Apr 2001 / 08:22 Uhr

Bern - Im Kosovo beginnt am Dienstag ein Schweizer Freiwilligenprojekt für Jugendliche. Durch den zivilen Friedenseinsatz soll der kriegsversehrten Bevölkerung bei der Überwindung ihrer Traumatisierung geholfen werden.

In Vushtrri, das auf serbisch Vucitrn heisst und zwischen Pristina und der geteilten Stadt Mitrovica liegt, wollen zwei Schweizer und eine Schweizerin einen Begegnungsort für Kinder und Jugendliche aufbauen, wie Service Civil International (SCI) und die Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA) mitteilten.

Das Projekt soll vor Ort Kindern und Jugendlichen durch Freizeitaktivitäten ein neues Betätigungsfeld öffnen und ihnen dadurch ein Stück gesellschaftlicher Normalität zurückgeben. In Vushtrri gibt es laut SCI und GSoA weder einen Kinderhort noch einen Jugendtreff.

Durch ihr freiwilliges und ziviles Engagement sollen die Schweizer laut SCI und GSoA einen Beitrag zum gesellschaftlichen Wiederaufbau und zum Frieden leisten. Toleranz und Frieden müssen von unten kommen und aus den Menschen wachsen. Diesen Prozess könne durch ziviles Engagement gestärkt werden.

Die drei Schweizer werden voraussichtlich drei Monate vor Ort arbeiten. Danach sollen sie durch eine neue Dreier-Equippe abgelöst werden, die auch drei Monate im Kosovo bleiben wird. Bereits gegen Ende Mai sollen mindestens zwei Jugendliche anreisen, die vier Wochen in Vushtrri bleiben, wie Roland Brunner von der GSoA sagte.

Falls das Projekt funktioniert, sollen weitere Schweizer für kurz- oder langfristige Einsätze geschickt werden. Finanziert wird das Projekt durch die SCI und die GSoA, die durch verschiedene Hilfswerke unterstützt werden. Die Freiwilligen müssen allerdings ihre Reise selber bezahlen.

(sda)

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