Im Rennen bleiben...
publiziert: Donnerstag, 8. Mai 2008 / 21:00 Uhr

Die Rennstrecke von Indianapolis, wo jährlich das Indy 500 Rennen ausgetragen wird, ist eine der berühmtesten Rennstrecken der Welt. Sie besteht aus einem riesigen ovalen Betonring, einer Strasse die nirgendwo hin führt.

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Die Autos fahren einfach geradeaus und dann kurz links, geradeaus und dann wieder kurz links, insgesamt 500 Meilen lang.

Dieses Spektakel zieht eine Viertelmillion eingefleischter Rennfans an, die meisten anderen Menschen jedoch wären schnell gelangweilt.

Und sie rasen immer noch

Wenn die Sonne scheint und das Bier kühl ist, schläft man auch schnell ein. Ein, zwei Stunden später, wenn man wieder aufwacht, rasen sie immer noch.

Hillary Clinton hat hier diese Woche ihren Wahlkampf geführt, und ihr Wahlkampf passt zu diesem Ort.

US-Politiker haben eine wichtige Lehre aus dem Motorsport gezogen, und die ist vermutlich Hillary Clintons einzige Chance auf die demokratische Präsidentschaftskandidatur: wenn man nur lang genug im Rennen bleibt, hat das Auto vor einem vielleicht einen Unfall.

Schon fünf Monate lang

Schon fünf Monate lang kandidieren Clinton und Barack Obama nun schon in den verschiedenen Vorwahlen in den US-Staaten, -Territorien und -Inseln. Bis jetzt waren es über fünfzig Wahlen und noch immer stehen ihnen weitere bevor. Diese Woche ging es um Indiana und North Carolina.

Obama gewann in North Carolina, dem grösseren und wichtigeren der beiden Staaten, mit einem grossem Vorsprung. Clinton gewann in Indiana ganz knapp.

Obama liegt also weiterhin vorne , was die Delegiertenstimmen angeht.

Wenn nur ein Unfall passieren würde

Schon viele Wochen lang musste Hillary Clinton darauf hoffen, dass Obama und seiner Wahl-Kampagne «ein Unfall passieren würde». Sie hat immer grösseren Druck auf ihn ausgeübt, und ist in ihrem Wahlkampf immer angriffslustiger geworden ist.

Sein Sieg in North Carolina und das «Unentschieden» in Indiana legen nahe, dass Clintons Strategie keine Wirkung zeigt. Obama hatte durchaus seine Probleme, aber er ist weiterhin die Nummer eins. Nur noch ein Monat und vier Vorwahlen stehen bevor.

Einfach weiter ihre Runden drehen

Jetzt können wir Obama dabei zuschauen, wie er seinen Wahlkampf zurückhaltender fährt und versucht, seinen Vorsprung zu halten. Und wir beobachten Hillary Clinton, wie sie aufs Gaspedal drückt, ihm nah ans Heck fährt und bei jeder Gelegenheit versucht, ihn zu überholen.

Beide haben noch genug Zeit, um einen Unfall zu bauen, aber ansonsten werden sie einfach weiter ihre Runden drehen, vermutlich ohne ihre Platzierungen noch gross zu verändern.

Jonathan Mann - Campaign Trail Column für den 9.5.08
Dieser Text stammt von Jonathan Mann, Moderator und Journalist bei CNN International. Er moderiert das wöchentliche Politmagazin «The Campaign Trail» auf CNN International. Der Text steht in der Schweiz exklusiv für news.ch zur Verfügung.

(CNN-Kolumne von Jonathan Mann)

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