Imame finden Burka-Debatte unnötig
publiziert: Montag, 17. Mai 2010 / 08:23 Uhr
Es herrsche Einigkeit darüber, dass aus religiösen Gesichtspunkten ein Ganzkörperschleier für Frauen nicht notwendig sei.
Es herrsche Einigkeit darüber, dass aus religiösen Gesichtspunkten ein Ganzkörperschleier für Frauen nicht notwendig sei.

Wien - Der Debatte um Kopftuch, Minarette und Burka wird nach Ansicht von europäischen Imamen zuviel Beachtung geschenkt. Ein Burka-Verbot sei unnötig, weil nur wenige Frauen in Europa einen Ganzkörperschleier trügen, hiess es im Schlusspapier der zweitägigen Imame-Konferenz in Wien.

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Es herrsche Einigkeit darüber, dass aus religiösen Gesichtspunkten ein Ganzkörperschleier für Frauen nicht notwendig sei. Die Debatte um das Verbot werde überbewertet.

An der Konferenz die am Sonntag zu Ende ging, nahmen Imame und Delegierte aus 40 europäischen Ländern teil. Gewalt gegen Frauen lehnten die Konferenzteilnehmer klar ab, denn diese verstosse gegen die Grundsätze des Islam.

Gegen Radikalisierung

Vertreter der muslimischen Gemeinden in Deutschland, Grossbritannien und den Niederlanden sprachen auch über eine bessere Kooperation mit der Polizei und den Behörden, um die Radikalisierung von jungen Muslimen zu vermeiden. Ein Vertreter der Schiiten in Deutschland, Borhannedin Dag, sagte, in Hamburg gebe es regelmässige Beratungen zwischen Imamen und der Polizei.

Am Montag beginnt in Berlin die zweite Runde der Deutschen Islamkonferenz mit Vertretern der Muslime in Deutschland und Vertretern von Bund und Ländern. Überschattet wird das Treffen von der Absage eines der grössten muslimischen Verbände, des Zentralrats der Muslime (ZMD), der im Streit um Inhalte und Zusammensetzung seine Teilnahme abgesagt hatte.

(fkl/sda)

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