Sensibilisierungskampagne des VSPB
Immer mehr Gewalt gegen Polizisten
publiziert: Donnerstag, 24. Nov 2011 / 23:10 Uhr
Medienkonferenz des VSPB in Bern.
Medienkonferenz des VSPB in Bern.

Bern - Drohungen und Gewaltdelikte gegen Polizisten haben in den letzten Jahren zugenommen. Der Verband Schweizerischer Polizei-Beamter (VSPB) reagiert mit einer Sensibilisierungskampagne - und mit der wiederholten Forderung nach einer Verschärfung des Strafrechts.

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Der Verband weigere sich, Gewalt als «simples Berufsrisiko» von Polizeibeamten zu betrachten, sagte VSPB-Vizepräsident Jean-Marc Widmer am Donnerstag bei der Präsentation der Sensibilisierungskampagne «Stopp der Gewalt gegen Polizisten/innen».

Die Notwendigkeit einer Kampagne unterstrich der Verband mit Zahlen: In den Jahren 2009 und 2010 kam es zu über 2000 Drohungen und Gewaltdelikten gegen Beamte. In 90 Prozent der Fälle waren die Opfer Angehörige der Polizei. Vor zehn Jahren waren noch weniger als 800 derartige Verstösse gegen das Strafgesetz gezählt worden.

Plakate zeigen verletzliche Polizisten

Nun sollen unter anderem Plakate, auf denen Polizeibeamte vor einem heranfliegenden Pflasterstein in Deckung gehen, die Bevölkerung mit der Problematik konfrontieren. Die Bilder zeigten bewusst verletzliche Polizisten - schliesslich seien diese «Menschen wie du und ich und sollten deshalb auch so behandelt werden», sagte Widmer.

Unterstützung erhält der VSPB von den Polizei- und Justizdirektoren (KKJPD) sowie den Polizeikommandanten (KKPKS). Nicht nur Polizisten, auch andere Angestellte im öffentlichen Dienst litten unter der Zunahme von Übergriffen und der abnehmenden Hemmschwelle, sagte KKJPD-Präsidentin Karin Keller-Sutter.

KKPKS-Präsident Thomas Würgler merkte an, dass mit der Zahl der Übergriffe auch deren Brutalität zugenommen habe. Die Problematik akzentuiere sich durch den knappen Personalbestand.

Einführung kurzer Freiheitsstrafen

Als Ursache für die steigende Gewaltbereitschaft machten die Redner wahlweise die «zunehmende Individualisierung», die «Spass- und 24-Stunden-Gesellschaft» oder im Fall von VSPB-Vizepräsident Widmer auch «gewaltverherrlichende Videospiele» aus.

Das Rad lasse sich wohl nicht mehr zurückdrehen, sagte die neu gewählte Ständerätin Keller-Sutter (SG/FDP). «Die Behörden müssen sich diesen Entwicklungen stellen und darauf reagieren.»

Positiv wurde am Donnerstag die angedachte Revision des Strafgesetzbuches bewertet, mit der wieder kurze Freiheitsstrafen eingeführt werden sollen. Bereits im November 2009 hatte der VSPB eine Petition mit dieser Forderung eingereicht.

In der Petition hatte der Verband ausserdem eine Erhöhung des Strafmasses bei Gewalt gegen Beamte gefordert. Widmer verwies auf die Beispiele Frankreich und Deutschland, wo Gewalt gegen Polizisten «streng bestraft» werde. Das heutige Strafgesetz sieht für solche Delikte eine Freiheitsstrafe von maximal drei Jahren vor.

(dyn/sda)

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Verärgert?
Mein Beitrag Malinois hat Sie wohl verärgert? Was soll denn Ihrer Meinung nach an meiner Feststellung der zunehmenden Korruption in der CH nicht christlich sein? Sie hätten auch fragen können: Keine Ahnung von Politik,was? Denn auch in diesem Bereich nimmt die Korruption zu, das ist die Wahrheit und sie deckt sich selbstverständlich mit den prophetischen Aussagen der Bibel.
nicht sehr christlich
ihr Beitrag, werter Roland71..... Keine Ahnung von der Polizeiarbeit, was?
Je absurder und strenger die Gesetze werden . . .
. . . desto gefährlicher leben die Polizisten. Die Politiker müssen dringend mehr Augenmass halten, wenn es um die Verfolgung von Bürgern geht. Staatliche Geldgier hat Grenzen und die sind bei uns erreicht. Tiere die mit dem Rücken zur Wand stehen sind gefährlich. Das ist ein Naturgesetz.
Police Corruption
Die wachsende Korruption in Bundesbern wirkt sich zunehmend auch auf das Personal bei der CH-Poliz-Ei-Truppen aus. Auch da gibt es grosse Unterschiede und ich verstehe das wachsende Gewaltpotenzial gegen Uniformierte (denen früher sicherlich noch eine gewisse Ehre gebührte). Wer so tut als habe sich da nichts geändert verachtet die Realität. Leider kommen diese "Trends" aus den USA nach DE und dann in den Hinterwald CH - das war schon immer so und wird es auch noch bleiben - bis spätestens Harmageddon Wirklichkeit wird - und das geht nicht mehr so lange...
Der Schutz
der Polizisten, die im klaren Auftrag der Gesellschaft ihren Dienst verrichten, hat erste Priorität zu bekommen. Aufrufer oder Ausführer von Gewalt gegen Polizisten sind unnachgiebig strafrechtlich zu verfolgen. Dazu gehört auch dass man Straftäter - insbesondere wenn es sich um Staatsangestellte handelt - die Polizisten oder normale arbeitende Bürger verleumden, beschimpfen oder gar bedrohen frühzeitig aus dem Verkehr zieht bevor sie noch mehr Schaden anrichten als ohnehin schon. Denn üble und vorsätzliche Verleumdungen, Beschimpfungen oder Drohungen können dem Straftatenopfer schnell den Job/Integrität/Reputation kosten und so erhebliche Schäden von einigen hundertausend Franken anrichten.
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