Immer mehr Kinder leben im Elend der Slums
publiziert: Dienstag, 28. Feb 2012 / 11:38 Uhr

Köln - Mit dem weltweiten rasanten Wachstum der Städte nimmt auch die Zahl der Kinder zu, die im Elend der Slums aufwachsen. Inzwischen lebt die Hälfte aller Kinder und Jugendlichen - rund eine Milliarde - in Städten. Das geht aus dem UNICEF-Jahresbericht «Zur Situation der Kinder in der Welt 2012» hervor.

5 Meldungen im Zusammenhang
Jedes dritte Kind wird demnach in einem der vielen überbevölkerten und unsicheren Slums gross, oft unterernährt, ohne Zugang zu Schulen und Gesundheitsversorgung. In den Metropolen der Entwicklungs- und Schwellenländer werden 30 bis 50 Prozent der Neugeborenen nicht einmal registriert - existieren also offiziell gar nicht.

«Städte werden für immer mehr Kinder zu Orten der Armut», betonte der Geschäftsführer von UNICEF Deutschland, Christian Schneider, am Dienstag. Viele Kinder sind allein unterwegs, leben als Lumpensammler oder Schuhputzer auf der Strasse, werden missbraucht, verkauft oder schliessen sich Banden an.

Die Bedürfnisse und Rechte der Kinder werden in den weniger entwickelten Ländern «systematisch übersehen und spielen bei der Stadtentwicklung kaum eine Rolle». Die Folgen seien gravierend. Regierungen, Städte und Behörden müssten dringend gegensteuern, forderte das UNO-Kinderhilfswerk. Der Zustrom werde weitergehen.

Mehr unterernährte Kinder

In Slums ist die Kindersterblichkeit höher als in manchen armen ländlichen Gebieten. Die Lebensbedingungen sind katastrophal. Der Anteil unter- und fehlernährter Kinder in den Städten wächst. In den Slums Indiens etwa sind 54 Prozent der Jungen und Mädchen infolge von Unterernährung körperlich und geistig zurückgeblieben.

Unhygienische und beengte Verhältnisse führen in den Elendsvierteln zu Epidemien, Tuberkulose, Durchfall, Lungenentzündung. Zwar gibt es mehr Schulen in den Städten als auf dem Land, für die Ärmsten sind diese aber oft unerreichbar. Medizinische Versorgung gibt es meist nur für wohlhabendere Städter.

In den heruntergekommenen Vierteln und Slums sind viele Siedlungen zudem illegal und den Familien droht jederzeit Vertreibung. Bei den zunehmenden Naturkatastrophen wie Stürmen oder Überschwemmungen sind die instabilen Hütten besonders schnell zerstört.

(bert/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Guwahati - Im Nordosten Indiens sind bei Überschwemmungen und Erdrutschen nach starken Regenfällen mindestens 33 ... mehr lesen
Im Juli waren bei Überschwemmungen in Assam mindestens 110 Menschen getötet worden, mehr als 400'000 wurden obdachlos.
Der Rückgang der Kindersterblichkeit konnte weltweit beobachtet werden. (Symbolbild)
Genf - Die Kindersterblichkeit ist in den ... mehr lesen
Washington - Die Kinder- und Müttersterblichkeit ist laut einem neuen Bericht seit 1990 weltweit deutlich gesunken. Gemäss einer in ... mehr lesen
Die Zahl der Todesfälle bei Kinder sank um über 36 Prozent.
Mutterschaft im Alter erhöht das Risiko einer Frühgeburt. (Symbolbild)
Genf - Jedes Jahr kommen weltweit 15 Millionen Babys zu früh zur Welt, das ist eine von zehn Geburten. 1,1 Millionen verlieren das ... mehr lesen
New York/Zürich - Jedes Jahr sterben rund 1,4 Millionen Jugendliche zwischen zehn und 19 Jahren. Die häufigsten ... mehr lesen
Eine Organisation von Unicef in Brasilien zur Unterstützung von Jugendlichen.
Manchmal nur in den Träumen ein perfekter Lebensraum.
Manchmal nur in den Träumen ein perfekter ...
Psychologie  Leeds - Schweizer und andere Mittel- und Nordeuropäer, die in ein Mittelmeerland ausgewandert sind, schätzen sich unglücklicher ein als Daheimgebliebene. Dieses unerwartete Resultat präsentierte ein britischer Soziologe in Leeds. 
Menschen nehmen fast ein Kilo pro Woche zu  London - Das Trinken von mehr als drei grossen Gläsern Wein kann Menschen über einen ...
Nach dem Exzess folgt nicht selten Junkfood.
Wodka bleibt Todesbringer für tausende Russen Moskau - Ein Viertel der gesamten russischen Bevölkerung stirbt bereits vor dem 55. Lebensjahr, der ...
Wodka - das Lieblingsgetränk vieler Russen.
Die Schweizer Bevölkerung wächst und wächst.
Grosser Ausländeranteil  Bern - Die Schweizer Bevölkerung wird immer älter - und zahlreicher: Ende 2013 lebten 97'600 Menschen mehr in der Schweiz als ein Jahr zuvor, ...  
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Henau 2228
    Der perfekte (Massen-)Mord. "Bei der Nutzung im Körper von Krebspatienten existiert allerdings das ... Di, 15.04.14 00:52
  • keinschaf aus Henau 2228
    Antiklumpmittel Was mich bei solchen Problemen immer wieder beschäftigt, ist die ... Fr, 11.04.14 10:17
  • keinschaf aus Henau 2228
    Lesen Sie dazu... ....auch den Artikel in der AZ. Es gibt dort einen interessanten ... Fr, 11.04.14 04:42
  • jorian aus Gretzenbach 1447
    Forum Als ich diesen Bericht gelesen habe, habe ich an bestimmte ... Fr, 11.04.14 03:43
  • jorian aus Gretzenbach 1447
    Rechtsradikal zum xten! Noch immer verehren viele Moslems Herrn ... Mi, 09.04.14 03:38
  • jorian aus Gretzenbach 1447
    Rechtsradikal? Mensch ich hatte einen tollen Text verfasst! Weg! Dafür ist jetzt ... Di, 08.04.14 20:44
  • keinschaf aus Henau 2228
    Achtung! Linksradikales Gedankengut Wenn ein linksextremer Journalist dies schreibt, muss es ja stimmen, ... Di, 08.04.14 20:18
  • FrlRottenmeier aus frankfurt 6
    Achtung! Rechtsradikales Gedankengut ... Di, 08.04.14 15:24
Anthony Patt ist Professor für Mensch-Umwelt-Systeme an der ETH Zürich.
ETH-Zukunftsblog Greasing the wheels of change The IPCC has released the final installment of its ...
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
FR SA SO MO DI MI
Zürich 7°C 15°C leicht bewölkt, Gewitter, Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Basel 6°C 13°C bewölkt, wenig Regen bewölkt bewölkt bewölkt bewölkt bewölkt
St.Gallen 10°C 18°C leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Bern 9°C 17°C bewölkt, Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Luzern 9°C 19°C leicht bewölkt, Gewitter, Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Genf 11°C 16°C bewölkt, Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Lugano 11°C 21°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
mehr Wetter von über 6000 Orten