SUVA sensibilisiert mit Kampagnen in Skigebieten
Immer mehr Knochenbrüche im Schneesport
publiziert: Mittwoch, 17. Dez 2014 / 11:01 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 21. Dez 2014 / 00:06 Uhr

Die Anzahl Frakturen bei Schneesportunfällen hat in den letzten zehn Jahren zugenommen. Das ergibt eine statistische Auswertung der Unfalldaten aller Unfallversicherer. Damit es gar nicht erst zu Knochenbrüchen kommt, sensibilisert die Suva in Schweizer Skigebieten mit Plakaten und Events zum Umgang mit Risiken im Schneesport.

8 Meldungen im Zusammenhang
An Schultern, Armen oder Händen - im Schneesport gibt es immer mehr Knochenbrüche. Das zeigt eine statistische Auswertung der Unfalldaten aller Unfallversicherer. Heutzutage enden 22 Prozent aller Schneesportunfälle mit einem Knochenbruch. Vor zehn Jahren waren es noch 17 Prozent. Ebenfalls zunehmend sind Unfälle mit mehreren Frakturen. «Das hohe Tempo der Skifahrer und Snowboarder kann bei einem Sturz zu schwereren Verletzungen führen», begründet Samuli Aegerter, Schneesportexperte bei der Suva, die Zunahme der Knochenbrüche. Ein weiterer Faktor sei der vermehrte Einsatz von Kunstschnee, der die Piste härter mache. Knochenbrüche haben in allen Altersgruppen zugenommen. Männer sind häufiger davon betroffen als Frauen.

Frakturen sind überdurchschnittlich teuer

Jährlich verunfallen durchschnittlich 65 000 Personen der Schweizer Bevölkerung auf Pisten im In- und Ausland. Davon sind 34 500 Personen UVG-versichert. Die Folgekosten der Verletzungen sind seit der Jahrtausendwende um fast 40 Prozent gestiegen. Das liegt auch an der Zunahme der Frakturen. Die mittleren Unfallkosten eines Knochenbruchs betragen 14'000 Franken. Das ist mehr als doppelt so viel wie ein Schneesportunfall im Durchschnitt kostet, nämlich 6'000 Franken. Am teuersten sind Frakturen am Schädel und an der Wirbelsäule.

Herausforderung und Können im Gleichgewicht halten

Damit es gar nicht erst zu Knochenbrüchen kommt, sensibilisiert die Suva in Schweizer Skigebieten mit Plakaten und Events zum Umgang mit Risiken im Schneesport. «Wer seine Fahrweise beim Skifahren oder Snowboarden dem eigenen Können nicht anpasst, riskiert zu viel und nimmt damit einen Unfall in Kauf», erklärt Aegerter. Wichtig sei deshalb, zwischen der Herausforderung und dem Können die Balance zu halten. Und wie geht das? Im Schneesport lässt sich das Können, dazu gehört zum Beispiel das technische Niveau, nur über eine längere Zeitspanne verbessern. Anders sieht es bei der Herausforderung, etwa Pistenwahl oder Fahrweise, aus, die sofort gesenkt werden kann.

Wer also auf der Piste die Herausforderung seinem Können anpasst, fährt sicherer den Berg hinunter. Im Zentrum der Schneesportevents steht dann auch ein Spiel mit einer Knochenwaage, bei der die Besucher «Herausforderung» und «Können» im Gleichgewicht halten müssen. Ausserdem gibt es vor Ort weitere Aktivitäten zum Ausprobieren, alle Schneesportler erhalten ein kleines Geschenk und können ihren Bekannten kostenlos eine Postkarte mit eigenem Foto verschicken. Der Start der Schneesportevents der Suva erfolgt am 30. Dezember 2014 in den Flumserbergen.

Durch Prävention Kosten senken

Die Suva will mit ihren Präventionsaktivitäten schützende Faktoren beim Ski- und Snowboardfahren verstärken, damit Schneesportunfälle vermieden und Unfallkosten gesenkt werden können. Dies wiederum kommt den Versicherten in Form von tieferen Prämien zugute.

(jz/news.ch mit Agenturen)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Die prekären Schneeverhältnisse über die Feiertage führten dazu, dass mehr Schneesportler zusammenstiessen. ... mehr lesen
Die Kollisionsunfälle auf Skipisten haben zugenommen.
Ältere Menschen treiben die Kosten in die Höhe.
Versicherungen Luzern - Die Kosten für Schneesportunfälle sind seit der Jahrtausendwende um zwei Drittel auf gegen 300 Millionen Franken ... mehr lesen
Bern - In der Schweiz verletzen sich gemäss einer neuen Studie der Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) jedes Jahr ... mehr lesen
Im Durchschnitt sterben pro Jahr sechs Ski- oder Snowboardfahrer auf Schweizer Pisten sowie zehn Variantenski- oder Variantensnowboardfahrer abseits der markierten Pisten. (Symbolbild)
In den vergangenen zehn Jahren wurden in der Schweiz über 2000 Personen von Lawinen erfasst; ein Drittel davon wurde ... mehr lesen
Die weisse Gefahr: Schnee
Weitere Artikel im Zusammenhang
Da der Winter endlich da ist müssen wir und mal wieder den unangenehmeren Themen widmen. So unternehmen wir eine Reise in die ... mehr lesen
Die Arbeit geht der Rega und anderen Rettungskräften wohl auch diesen Winter leider nicht aus.
Die Unfälle ereigneten sich bei den Gefahrenstufen zwei und drei (mässige bis erhebliche Lawinengefahr).
Bern - «Je schöner, desto Rega» - ... mehr lesen
Akupunktur, Tuina, Massage, Laserakupunktur, Taping
Hypnose und Hypnosetherapie in Baden / Aargau
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. 16
Das Berner Inselspital stellt die Proben für mehrere Forschungsprojekte und einem grösseren Forscherkreis zur Verfügung.
Das Berner Inselspital stellt die Proben für mehrere ...
Medizinische Forschung  Bern - Das Inselspital nimmt mit der «Liquid Biobank Bern» das derzeit modernste Tiefkühllager für Blut und andere flüssige Bioproben in der Schweiz in Betrieb. Die Biobank soll zur wichtigen Forschungsressource für massgeschneiderte Medizin werden. 
Wegen Zika - Acht Wochen nur geschützt  Genf - Touristen sollen nach ihrer Heimreise aus Zika-Gebieten mindestens acht Wochen ...  
Zika wird hauptsächlich durch Mückenstiche verbreitet.
Experten: Europa muss sich auf die Zika-Epidemie vorbereiten Kopenhagen - «Die Zeit ist nicht auf unserer Seite. Das Zika-Virus zeigt nicht nur sein ...
Das Zika-Virus kann auch bei Erwachsenen schwerwiegende neurologische Erkrankungen auslösen.
16 Personen in der Schweiz Zika-infiziert Bern - In der Schweiz sind seit Einführung der Meldepflicht Anfang März 16 Fälle von Infektionen mit dem ...
In 60 bis 80 Prozent der Fälle verläuft eine Infektion unbemerkt. (Symbolbild)
Titel Forum Teaser
Massagepraxis in Zürich-Oerlikon
Medizin Jobs und Jobs Gesundheitswesen
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Fr Sa
Zürich 17°C 23°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig Wolkenfelder, kaum Regen
Basel 17°C 24°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig Wolkenfelder, kaum Regen
St. Gallen 16°C 20°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig stark bewölkt, Regen
Bern 16°C 23°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig Wolkenfelder, kaum Regen
Luzern 18°C 23°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig stark bewölkt, Regen
Genf 18°C 24°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig Wolkenfelder, kaum Regen
Lugano 20°C 25°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig vereinzelte Gewitter
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten